081 Tolerierte Regelbrüche (Teil 3)

Tolerierte Regelbrüche sind ein  Risiko für jedes QM-System

Tolerierte Regelbrüche sind akzeptierte Abweichungen von vorher (formell oder informell) festgelegten Regeln. Oft geschehen diese Regelbrüche aus guter Absicht heraus. Eben um Prozesse am Laufen zu halten. Doch oft wissen Mitarbeiter nicht, welche Grenze zu beachten gilt. Wer darf welche Regeln brechen? Und wann?

Das wird in manchen Unternehmen derart auf die Spitze getrieben. Benedikt Sommerhoff bezeichnete das in unserem Gespräch als „brauchbare Illegalität“.

Doch wenn diese Regelbrüche zum Wohle der Firma geschehen, worin besteht dann das Problem? Dr. Sommerhoff beschreibt, dass ein solches Verhalten zu einer Sozialisation zum Regelbruch führen kann.

Nicht zuletzt wird dies durch Überformalisierung begünstigt. Manche Spielregeln sind in sich widersprüchlich, sodass Mitarbeiter sich zwangsweise für einen Regelbruch entscheiden müssen. Herrscht im Unternehmen dann keine klare Vision vor, bestehen große Risiken.

Unter anderem entsteht zwangsläufig ein dysfunktionales Managementsystem. 

Doch wie daraus entkommen? Herr Dr. Sommerhoff beschreibt den Rückbau der Überformalisierung als notwendigen Schritt – und als handwerkliche Herausforderung für die Qualitätsmanager.

Spannende Themen. Du solltest Dir das Interview auf jeden Fall komplett anhören!

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