KVP

Der Kontinuierliche Verbesserungsprozess (kurz KVP) ist fester Bestandteil vieler Normen und Managementsysteme. Diese Basisanforderung folgt dem Leitgedanken: Stillstand ist Rückschritt.

Außerdem ist entscheidend, dass Unternehmen und Menschen in der Lage sind, aus gemachten Fehlern zu lernen und deren Entstehung künftig zu vermeiden.

Viele KVP Anstrengungen sind leider Papiertiger. Deshalb gehe ich immer wieder darauf ein, wie man den Prozess der ständigen Verbesserung zum Leben erwecken und mit Mehrwert füllen kann.

058 Erfolge feiern!

Erfolge feiern?

Wir sind hier nicht zum Feiern sondern zum Arbeiten da!

So oder so ähnlich denken viele Führungskräfte – und auch viele Mitarbeiter. Es scheint manchmal so, als ob Spaß und Beruf so weit wie möglich voneinander getrennt werden sollten.

Warum wehren sich so viele Menschen dagegen, sich für Erfolge zu belohnen? Ich weiß es nicht. Haben Sie eine Idee? Dann schreiben Sie mir (florian.frankl[at]q-enthusiast.de)! Fehlt es an der Kreativität? Oder am Budget? Oder haben Sie nichts zu feiern?

Dabei hat das Qualitätswesen doch die besten Voraussetzungen um Erfolge am laufenden Band zu zelebrieren! Wir leben schließlich die kontinuierliche Verbesserung!

Alles mit Maß und Ziel

Ständig in Feierlaune zu sein ist genauso wenig mein Ansinnen, wie es nie zu tun. Wenn wir es richtig anstellen, haben wir mit unserem Team Ziele vereinbart oder Meilensteine in einem Projekt. Und wenn wir in diesem Rahmen einen echten Erfolg zu verzeichnen haben, sollten wir uns und die maßgeblich Beteiligten belohnen.

Das stärkt Moral und Zusammengehörigkeit. Dabei können das Feiern entweder als überraschende Belohnung gestalten oder schon im Voraus ankündigen um Motivation und Vorfreude anzuheizen. Wichtig ist, dass es stets etwas Besonderes ist.

Erfolge feiern geht auf sehr unterschiedliche Arten

Allein wenn ich ein paar Minuten nachdenke, fallen mir viele Möglichkeiten ein, wie Sie einen Erfolg feiern könnten:

  • Laden Sie Ihr Team zum Essen ein
  • Spendieren Sie Kuchen oder Eis
  • Machen Sie früher Feierabend als üblich
  • Nehmen Sie an einem besonderen Event teil (z.B. Konzert, Theater oder eine motivierende Veranstaltung mit Business-Kontext)

Egal was Sie tun: Tun Sie etwas, das Sie sonst nicht tun und das Ihre Mitarbeiter als Belohnung bzw. angenehme Abwechslung empfinden. Die oben genannten Punkte kosten nicht viel Geld, sind aber eine Aufmerksamkeit für besondere Leistungen.

Mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen

Neben dem motivierenden Charakter hat das Feiern von Erfolgen weitere positive Aspekte:

  • Sie können den beteiligten Personen echte Wertschätzung zuteil werden lassen. Und zwar indem Sie konkret die Leistung des Teams und ggf. sogar die Leistung Einzelner würdigen. Relativierungen und Einschränkungen sind aus meiner Sicht hier nicht angebracht. Feiern heißt feiern!
  • Sie können den Erfolg auskosten, indem Sie die gesamte Tragweite des Erreichten für die Firma oder die Kunden herausstellen. Oft sind die Zusammenhänge nicht allen klar. Wenn jeder Einzelne weiß, was er oder sie zum Gelingen beigetragen hat, motiviert das zusätzlich.
  • Sie können auf zukünftige Möglichkeiten und eventuelle Herausforderungen hinweisen. Das sollte aber immer in motivierender Art und Weise geschehen.

Zum letzten Punkt habe ich ein negatives Beispiel aus meiner eigenen beruflichen Laufbahn. In einer der Firmen für die ich früher gearbeitet habe, hatten wir über mehrere Jahre das jeweils „beste Ergebnis der Unternehmensgeschichte“. Das hat man zum Anlass genommen, alle Führungskräfte zusammen zu rufen. Man hat sich artig für die geleistete Arbeit bedankt. Und fast im gleichen Atemzug versichert, wie schwierig das jeweils kommende Jahr werden würde. Nicht zu vergleichen mit dem vergangenen Jahr!

Spätestens nach dem zweiten Mal habe ich diese Wort nicht mehr wahrgenommen. Im Gegenteil. Diese Sätze haben in mir das Gefühl ausgelöst, dass das Erreichte weniger Wert war. Frei nach dem Motto: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Den Moment genießen war keine Sekunde lang drin – und wahrscheinlich auch nicht der Zweck der Veranstaltung.

Ich fand das nicht motivierend.

Unser erfolgreich bestandenes Audit

Audits gehören für Viele zum Tagesgeschäft. Erst vor Kurzem wurde mein Team von sehr erfahrenen Auditoren des eigenen Mutterkonzerns auditiert – drei Tage lang. Wer Japaner kennt, der weiß, dass hier Genauigkeit ALLES ist. Und wir wurden nicht enttäuscht: Man fragte uns nach dem Management von Pflastern und Kontaktlinsen. Sogar den Umgang mit abfallenden Wimpern und Augenbrauen wurden wir gefragt.

Am Ende stand ein Auditergebnis von über 96%!

Statt zu betonen, dass das nächste Audit sicher wieder „ganz besonders schwierig“ werden wird, habe ich mir die Freude erlaubt, eine Torte zu backen. Schauen Sie im Vorschaubild auf der linken Seite und sehen Sie, dass an mir kein Konditormeister verloren gegangen ist 🙂 Nicht schön, aber selten und schmackhaft.

Und ganz offiziell im Internet: DANKE AN MEIN TEAM!

QMOA048 – Fehlerkultur in Unternehmen. Interview mit Elke Schüttelkopf

Niemand macht gerne Fehler. Und trotzdem machen wir täglich viele davon. Jetzt könnte man meinen, dass wir genug Gelegenheit haben, uns in einer positiven Fehlerkultur in Unternehmen zu üben. Das Gegenteil ist oft der Fall. Die erste Reaktion vieler Chefs ist die Suche nach der, dem oder den Schuldigen statt zu schauen, wie diese unerwünschten Ereignisse in Zukunft vermieden werden können.

Warum sollten wir die Fehlerkultur in Unternehmen verbessern?

In unserem Interview führt meine Interviewpartnerin Elke Schüttelkopf drei Hauptgründe an: Mitarbeiter entwickeln mehr Kreativität, das Unternehmen hat größeren wirtschaftlichen Erfolg und die allgemeine Zufriedenheit in der Firma steigt. Im Interview geht sie sehr detailliert darauf ein, warum sich viele Firmen und Mitarbeiter mit der Entwicklung einer positiven Fehlerkultur schwer tun.

Natürlich zeigt sie auch Wege aus diesem Dilemma auf. Auf Ihrer Webseite fehlerkultur.com bietet sie viele Ressourcen (Videos, Bücher und Artikel) zum richtigen Umgang mit Fehlern an. Mit ihren Kunden arbeitet sie teilweise seit mehreren Jahrzehnten zusammen. Ich habe sie als eine sehr offene, herzliche Frau mit viel Expertise kennen gelernt. Wenn Sie in Ihrem Team oder Ihrem Unternehmen Potential zur strategischen Verbesserung der Fehlerkultur – mit allen positiven Effekten – haben, dann kann ich Ihnen wärmstens Empfehlen, mit Frau Schüttelkopf in Kontakt zu treten. Sie finden alle Kontaktmöglichkeiten auf ihrer Kontaktseite.

Weitere Ressourcen zum Thema Fehlerkultur in Unternehmen“

QMOA043 – Agile Managementsysteme. Interview mit Dr. Carsten Behrens

Heutzutage scheint alles agil zu sein: Agiles Projektmanagement, agile Produktentwicklung – und es gibt auch agile Managementsysteme.

Was sind agile Managementsysteme?

In dieser Podcast-Episode habe ich mit Herrn Dr. Carsten Behrens Gesprochen. Dr. Behrens ist Gründer und Geschäftsführer der Modell Aachen GmbH. Das Unternehmen ist spezialisiert auf interaktive Managementsysteme auf Basis der Wiki-Technologie.

Im Interview erklärt Carsten Behrens nicht nur den Unterschied zwischen agilen und nicht-agilen Managementsystemen. Er spricht auch darüber, warum agile Systeme keineswegs chaotisch sind sondern im Gegenteil äußerst strengen Regeln folgen müssen, wenn sie erfolgreich sein wollen.

Mit Q.Wiki Managementsysteme beleben

Das Qualitätsmanagement strebt für jeden Prozess an, den „Best Practice“ im verschriftlichten Teil des Systems abzubilden.
Hier spricht Dr. Behrens davon, dass Best Practices oft eine sehr vergängliche Sache sind. Deshalb hält er es für notwendig, eine „kleinschrittige und leichtgewichtige Veränderung der Managementdokumentation“ zu ermöglichen. Mit Q.Wiki wird dies erreicht – zudem wird mit einem kollaborativen Ansatz auf das Wissen der gesamten Organisation zugegriffen.

Im Kern funktioniert das so, wie wir es von Wikipedia kennen. Mit dem Unterschied, dass im Q.Wiki sämtliche Änderungen noch einem Freigabeprozess unterliegen.

Weitere Informationen zu agilen Managementsystemen

QMOA034 – Digitalisierung im QM

Der Begriff Digitalisierung ist mittlerweile schon ziemlich ausgelutscht. Dennoch ist das der Begriff, der uns auch im Qualitätsmanagement in den nächsten Jahren maßgeblich beschäftigen und unsere Arbeitswelt prägen wird. In diesem Artikel greife ich die aus meiner Sicht vier Megatrends der Digitalisierung im QM auf und beschreibe, welche hauptsächlichen Aspekte ich damit für unsere Zukunft verbinde.

Angesichts der Begriffe „Industrie 4.0“ oder „Qualität 4.0“ kommt so mancher vielleicht ins Schwitzen. Gefühlt hängen viele Unternehmen mit ihren QM-Systemen noch auf Stufe 2.0 oder 2.5 herum. Viele sind sich einig: Man sollte etwas tun! Aber was? Und wer? Diesem WAS möchte ich in diesem Artikel ein wenig auf den Grund gehen.

Die Digitalisierung im QM – vier Mega-Trends

Digitalisierung bedeutet nicht, Faxe durch E-Mails zu auszutauschen oder Papier durch digitale Dokumente auf irgendwelchen Laufwerken zu ersetzen. Sich der Digitalisierung zu widmen, bedeutet, auch digital zu denken und sich den Möglichkeiten zu öffnen, die uns neue Technologien bieten.

Social Digitalisierung

Social

Soziale Medien sind mittlerweile nicht mehr neu. Facebook gibt es beispielsweise schon seit dem Jahr 2004. Das sind immerhin stolze 14 Jahre!

Mittlerweile sind soziale Netzwerke nicht mehr nur dazu da, um mit alten Schulfreunden Kontakt zu halten. Über Pinterest kann man seine spezifischen Interessen mit anderen Leuten teilen. Instagram belebt den Satz „Bilder sagen mehr als 1.000 Worte“. Und für den Business-Bereich stehen Netzwerke wie Xing oder LinkedIn bereit.

Diese Netzwerke erlauben uns nicht nur, anderen Menschen zu folgen. Sie machen es uns außerdem immer einfacher, selbst Inhalte zu erstellen und einem breiten Publikum zugänglich zu machen.
Damit soziale Netzwerke funktionieren können, braucht es nicht nur das Sammeln möglichst vieler „Freunde“ oder Kontakte. Das sind lediglich lose Enden – daraus lässt sich kein Netz knüpfen. Es braucht die Interaktion zwischen möglichst vielen Teilnehmern dieses Netzwerks.

Eine relativ neue Art der Interaktion ist das so genannte Social Recruiting. Das ist eine auf soziale Netzwerke basierende Möglichkeit der Personalbeschaffung. Große Vorteile sind der direkte und eher ungezwungene Kontakt zwischen den Beteiligten. Es besteht zum Beispiel die Möglichkeit, gestellte Fragen auf der Unternehmensseite zu veröffentlichen um sie für andere Bewerber sichtbar zu machen. Außerdem können per Instant-Messaging schnell und einfach Fragen gestellt werden.

In eine ähnliche Richtung könnte auch die Interaktion zwischen Menschen unterschiedlicher Abteilungen innerhalb eines Unternehmens gehen. Beispielsweise über ein funktionierendes und von allen Mitarbeitern gepflegtes Wiki für Wissenstransfer und Problemlösung. Damit so etwas funktioniert, muss allerdings im Unternehmen die richtige Kultur vorhanden sein, zu der vor allem Transparenz und gegenseitiges Vertrauen gehören.

Um den Gedanken, der hinter „Social“ steckt, zu realisieren, müssen Sie jedoch keinem Netzwerk mit Milliarden von Nutzern beitreten. Eine sehr effiziente Möglichkeit, sich persönlich und beruflich weiterzuentwickeln und von der Erfahrung anderer Menschen zu profitieren, sind Mastermind-Gruppen. In einer solchen Gruppe tauschen sich die Mitglieder regelmäßig persönlich, telefonisch oder per Video zu den Themen aus, die für sie von Bedeutung sind.

Trotz dieser großartigen Möglichkeiten, soziale Netzwerke aufzubauen, gab es natürlich auch vor der digitalen Zeit große Netzwerker. Mit den heute verfügbaren Mitteln ist es jedoch ungleich einfacher und schneller möglich, die richtigen Personen zu erreichen, mit denen man sich zusammentun und großartige Dinge schaffen kann.

Mobile Digitalisierung

Mobile

Noch vor nicht allzu langer Zeit hieß es, junge Menschen verbringen zu viel Zeit vor dem Computer. Mittlerweile wurde der Computer vom Smartphone abgelöst. Moderne Smartphones sind in der Lage, unser gesamtes Leben abzubilden und zu verwalten: E-Mails, Shipping, Gesundheit, Musik, Banking, Unterhaltung – um nur ein paar zu nennen. Achja, und telefonieren können sie auch noch!

Mit meinem Smartphone scanne ich QR-Codes, um nützliche Informationen zu erhalten. Ich scanne Papierdokumente und lege sie ab. Ich verwalte Notizen und hake Aufgaben ab. Ich tracke meine Bewegung und kann es mittlerweile auch mit meinem Auto koppeln um die Bedienbarkeit zu erleichtern – zum Beispiel, wenn ich Podcasts oder Hörbücher hören möchte.

Im Geschäftsalltag werden Smartphones häufig noch ausschließlich für Mails und Telefonate verwendet. Manche Menschen verwenden für die Kommunikation mit Kunden, Kollegen oder anderen geschäftlichen Kontakten Messenger-Dienste wie WhatsApp.

Mit der zunehmenden Verbreitung von WLAN Netzwerken in Deutschland, wird auch die Teilnahme an Webinaren von Unterwegs immer attraktiver. Das Stichwort: Ortsunabhängiges Lernen.

Mit Office 365 und der Veröffentlichung „echter“ Office-Apps für Smartphones und Tablets, bemüht sich Microsoft, auch das Arbeiten immer mobiler zu gestalten.

Künftig werden wohl noch mehr technische Anwendungen mobil bedienbar werden. Smart Home Anwendungen, mit denen Sie von überall Jalousien, Licht oder Heizung steuern können, gibt es schon länger. Einige Unternehmen haben auch die Erstellung von Aufzeichnungen soweit digitalisiert und mobilisiert, dass Tablets und mobile Arbeitsstationen im Wertschöpfungsprozess allgegenwärtig sind.

Eine weitere gute Möglichkeit des digitalen und ortsunabhängigen Arbeitens ist die Verwendung von Apps bei der Durchführung von Audits. Einmal konfiguriert, muss man sich um das richtige Format keine Sorgen mehr machen. Man notiert einfach die Feststellungen, kann Fotos oder andere Nachweise anfügen und erhält automatisch einen PDF-Bericht mit entsprechender Bewertung – wenn gewünscht.

Die hier beschriebenen – und noch viele weitere Möglichkeiten – werden weiter Einzug in unser Geschäftsleben halten. Es lohnt sich, diese als Chance und nicht als lästiges Übel zu sehen. Als Werkzeug und nicht als neumodischer Kram.

Bei allem Enthusiasmus sollten wir allerdings vermeiden, durch die mobilen Möglichkeiten jede noch so kleine zeitliche Lücke zwanghaft mit vermeintlicher Produktivität vollzustopfen.

Cloud Digitalisierung

Cloud

Mit den verbesserten Möglichkeiten des mobilen Arbeitens, steigt die Notwendigkeit, Daten ebenso ortsunabhängig und schnell zu verwalten und jederzeit darauf zugreifen zu können. Hier kommen Cloud-Dienste ins Spiel. Im Privaten Bereich ist Dropbox ein namhafter Anbieter solcher Dienste.

Zwei vorrangige Ziele werden durch die Verwendung solcher Dienste verfolgt: Wir möchten jederzeit und von überall auf unsere Daten zugreifen könne. Außerdem haben wir so die Möglichkeit, Serverwartung, Backups, Berechtigungskonzepte und viele weitere Dinge an erfahrene Anbieter für relativ kleines Geld auslagern zu können.

Schlagwörter, mit denen man sich in diesem Zusammenhang zweifellos beschäftigen muss, sind mögliche Hacker-Angriffe und Datenschutz.

Es gibt immer mehr Anbieter fachlicher Anwendungen, die Analysedaten, Messwerte oder andere Kenngrößen für ihre Kunden verwalten und in Datenwolken ablegen. Davon haben nicht nur die Kunden etwas. So bauen beispielsweise Hersteller hochspezialisierter Laborgeräte mit den Informationen der Kunden Datenbanken auf, die so mit der Zeit immer besser werden und aus denen sich wichtige Erkenntnisse ableiten lassen.

Außerdem wächst die Zahl der „smarten Maschinen“, die Messwerte und andere Parameter automatisch in einer Cloud ablegen und permanent verfügbar und auswertbar halten.

Ohne Zweifel muss sich jedes Unternehmen und jeder Nutzer genau überlegen, welcher Preis für die Vereinfachung bezahlt werden können. Hier werden auch die Anbieter von Cloud-Diensten noch ein gewisses Maß an Vertrauen bildender Überzeugungsarbeit leisten müssen, um sich ein Land, in dem der Datenschutz einen weltweit einzigartigen Status genießt, voll erschließen zu können.

Analytics Digitalisierung

Analytics

Spätestens an diesem Punkt wird erkennbar, dass alle vier der hier beschriebenen Trends miteinander verknüpft sind. Es werden mehr und mehr Daten generiert, die mehr oder weniger permanent verfügbar sind. Man spricht hier auch gern vom Begriff „Big Data“. Die Herausforderung besteht hier im richtigen Umgang mit der Vielzahl an möglichen Daten. Daten sind allerdings kein Allheilmittel.

Wer nicht weiß, welche Daten für welche Schlussfolgerungen und Entscheidungen essentiell sind, hat schon verloren.

Die vorhin beschriebenen Datenmengen, die zum Beispiel von smarten Maschinen generiert und gespeichert werden, nützen uns alleine wenig, wenn wir diese Daten nicht interpretieren können.

Je mehr Daten über ein bestimmtes System bekannt sind, desto besser kann es gelingen, bestimmte Gesetzmäßigkeiten oder Unregelmäßigkeiten zu erkennen. Man kann Trends unterschiedlicher Parameter beobachten und sich gegebenenfalls warnen lassen, wenn kritische Bereiche erreicht werden.

Was Computern und Maschinen allerdings nicht können, ist, zwischen Kausalität und Korrelation zu unterscheiden. Dabei benötigen sie unsere Unterstützung. Es ist nämlich ein großer Unterschied, ob ein Sachverhalt den anderen verursacht, oder ob sich zwei Fakten nur zufällig so entwickeln, wie sie es tun. Bei der Lösung von Problemen ist diese Information äußerst hilfreich.

Ein Beispiel: Nehmen wir an, in einem Dorf wurde in den vergangenen fünf Jahren eine überdurchschnittlich hohe Geburtenrate verzeichnet. Gleichzeitig stellt der Naturschutzbund vor Ort eine steigende Population an Störchen fest. Hält man das nun für eine Kausalität, könnte man zu dem Schluss kommen, die Störche würden die Babys bringen und es gibt dort deshalb von beidem überdurchschnittlich viele. Hier erscheint es sinnvoll, sich noch weitere Faktoren anzusehen, um zu erkennen, ob die beiden Entwicklungen zufällig in die gleiche Richtung verlaufen oder ob es einen bzw. mehrere Gründe dafür gibt.

Verlassen Sie sich bitte nicht auf Ihre IT-Abteilung!

Meiner Erfahrung nach arbeiten die IT-Abteilungen in den meisten Unternehmen mehr oder weniger an den gleichen Dingen: Netzwerkverfügbarkeit, Datensicherheit, Updates der im Unternehmen verfügbaren Programme. Für echte digitale Innovationen bleibt da kaum Zeit. Dazu kommt, dass IT-Abteilungen oft keine fachspezifischen Kenntnisse übere das Unternehmen haben, in dem sie tätig sind und so dürfen wir nicht darauf hoffen, dass von dieser Seite die notwendigen Impulse kommen werden, die uns in die richtige Richtung bringen.

Viel eher muss der Antrieb aus den Fachabteilungen kommen. Wir müssen wissen, was uns in Zukunft helfen kann und welche Schritte wir zu gehen imstande sind. Das bedeutet, dass wir uns selbst mit den digitalen Themen befassen müssen um später in den Dialog mit den Umsetzern aus der IT-Abteilung treten zu können.

Wenn wir uns der Themenbereiche nicht selbst annehmen, wird vermutlich folgendes passieren: Wir bleiben unter unseren Möglichkeiten, denn wir wissen ja gar nicht, was Stand der Technik ist. Und uns werden die Optionen, die uns IT-Experten aufzeigen als zu visionär empfinden und uns möglicherweise schnell überfordert fühlen.

Zwei Fehler sollten Sie aus meiner Sicht in jedem Fall vermeiden:

  • Glauben, dass die Digitalisierung nur ein Trend ist, der bald wieder vergeht. Das ist nicht der Fall!
  • Sofort auf jeden digitalen Zug aufspringen, nur um einer der Ersten zu sein. Beobachten Sie lieber, was bzw. wer sich langfristig durchsetzt. Nur in seltenen Fällen lohnt es sich wirklich, einer der „Early Birds“ zu sein.

Wie geht’s weiter?

Hier kann ich natürlich nur spekulieren. Für mich lautet die gute Nachricht: Bei zwei der hier beschriebenen Faktoren steht der Mensch im Vordergrund (Social, Mobile). Das böse Wesen der Digitalisierung ist also (noch?) nicht gekommen, um uns allen die Arbeitsplätze wegzuschnappen!

Deshalb bin ich der Meinung, wir sollten die Digitalisierung, sowie technologischen Fortschritt generell, dazu nutzen, unsere Welt möglichst lebenswert zu erhalten. Außerdem können wir die freigesetzten zeitlichen Ressourcen dafür verwenden, an unseren Soft Skills zu arbeiten: Menschen begeistern, motivieren, überzeugen, helfen oder unterhalten. Denn die meisten Menschen arbeiten am liebsten mit anderen Menschen zusammen, die ähnlich empfinden und handeln, wie sie selbst.

Ich denke, dass wir uns noch lange nicht zu einer rein digitale und immer kältere Gesellschaft entwickeln. Schreiben Sie mir gerne, wie Sie darüber denken! Ganz unten links auf dieser Seite finden Sie viele Möglichkeiten der Kontaktaufnahme.

Digitalisierung im Qualitätsmanagement

Der Begriff Digitalisierung ist mittlerweile schon ziemlich ausgelutscht. Dennoch ist das der Begriff, der uns auch im Qualitätsmanagement in den nächsten Jahren maßgeblich beschäftigen und unsere Arbeitswelt prägen wird. In diesem Artikel greife ich die aus meiner Sicht vier Megatrends der Digitalisierung im Qualitätsmanagement auf und beschreibe, welche hauptsächlichen Aspekte ich damit für unsere Zukunft verbinde.

Angesichts der Begriffe „Industrie 4.0“ oder „Qualität 4.0“ kommt so mancher vielleicht ins Schwitzen. Gefühlt hängen viele Unternehmen mit ihren QM-Systemen noch auf Stufe 2.0 oder 2.5 herum. Viele sind sich einig: Man sollte etwas tun! Aber was? Und wer? Diesem WAS möchte ich in diesem Artikel ein wenig auf den Grund gehen.

Die Digitalisierung im Qualitätsmanagement – vier Mega-Trends

Digitalisierung bedeutet nicht, Faxe durch E-Mails zu auszutauschen oder Papier durch digitale Dokumente auf irgendwelchen Laufwerken zu ersetzen. Sich der Digitalisierung zu widmen, bedeutet, auch digital zu denken und sich den Möglichkeiten zu öffnen, die uns neue Technologien bieten.

Social Digitalisierung

Social

Soziale Medien sind mittlerweile nicht mehr neu. Facebook gibt es beispielsweise schon seit dem Jahr 2004. Das sind immerhin stolze 14 Jahre!

Mittlerweile sind soziale Netzwerke nicht mehr nur dazu da, um mit alten Schulfreunden Kontakt zu halten. Über Pinterest kann man seine spezifischen Interessen mit anderen Leuten teilen. Instagram belebt den Satz „Bilder sagen mehr als 1.000 Worte“. Und für den Business-Bereich stehen Netzwerke wie Xing oder LinkedIn bereit.

Diese Netzwerke erlauben uns nicht nur, anderen Menschen zu folgen. Sie machen es uns außerdem immer einfacher, selbst Inhalte zu erstellen und einem breiten Publikum zugänglich zu machen.
Damit soziale Netzwerke funktionieren können, braucht es nicht nur das Sammeln möglichst vieler „Freunde“ oder Kontakte. Das sind lediglich lose Enden – daraus lässt sich kein Netz knüpfen. Es braucht die Interaktion zwischen möglichst vielen Teilnehmern dieses Netzwerks.

Eine relativ neue Art der Interaktion ist das so genannte Social Recruiting. Das ist eine auf soziale Netzwerke basierende Möglichkeit der Personalbeschaffung. Große Vorteile sind der direkte und eher ungezwungene Kontakt zwischen den Beteiligten. Es besteht zum Beispiel die Möglichkeit, gestellte Fragen auf der Unternehmensseite zu veröffentlichen um sie für andere Bewerber sichtbar zu machen. Außerdem können per Instant-Messaging schnell und einfach Fragen gestellt werden.

In eine ähnliche Richtung könnte auch die Interaktion zwischen Menschen unterschiedlicher Abteilungen innerhalb eines Unternehmens gehen. Beispielsweise über ein funktionierendes und von allen Mitarbeitern gepflegtes Wiki für Wissenstransfer und Problemlösung. Damit so etwas funktioniert, muss allerdings im Unternehmen die richtige Kultur vorhanden sein, zu der vor allem Transparenz und gegenseitiges Vertrauen gehören.

Um den Gedanken, der hinter „Social“ steckt, zu realisieren, müssen Sie jedoch keinem Netzwerk mit Milliarden von Nutzern beitreten. Eine sehr effiziente Möglichkeit, sich persönlich und beruflich weiterzuentwickeln und von der Erfahrung anderer Menschen zu profitieren, sind Mastermind-Gruppen. In einer solchen Gruppe tauschen sich die Mitglieder regelmäßig persönlich, telefonisch oder per Video zu den Themen aus, die für sie von Bedeutung sind.

Trotz dieser großartigen Möglichkeiten, soziale Netzwerke aufzubauen, gab es natürlich auch vor der digitalen Zeit große Netzwerker. Mit den heute verfügbaren Mitteln ist es jedoch ungleich einfacher und schneller möglich, die richtigen Personen zu erreichen, mit denen man sich zusammentun und großartige Dinge schaffen kann.

Mobile Digitalisierung

Mobile

Noch vor nicht allzu langer Zeit hieß es, junge Menschen verbringen zu viel Zeit vor dem Computer. Mittlerweile wurde der Computer vom Smartphone abgelöst. Moderne Smartphones sind in der Lage, unser gesamtes Leben abzubilden und zu verwalten: E-Mails, Shipping, Gesundheit, Musik, Banking, Unterhaltung – um nur ein paar zu nennen. Achja, und telefonieren können sie auch noch!

Mit meinem Smartphone scanne ich QR-Codes, um nützliche Informationen zu erhalten. Ich scanne Papierdokumente und lege sie ab. Ich verwalte Notizen und hake Aufgaben ab. Ich tracke meine Bewegung und kann es mittlerweile auch mit meinem Auto koppeln um die Bedienbarkeit zu erleichtern – zum Beispiel, wenn ich Podcasts oder Hörbücher hören möchte.

Im Geschäftsalltag werden Smartphones häufig noch ausschließlich für Mails und Telefonate verwendet. Manche Menschen verwenden für die Kommunikation mit Kunden, Kollegen oder anderen geschäftlichen Kontakten Messenger-Dienste wie WhatsApp.

Mit der zunehmenden Verbreitung von WLAN Netzwerken in Deutschland, wird auch die Teilnahme an Webinaren von Unterwegs immer attraktiver. Das Stichwort: Ortsunabhängiges Lernen.

Mit Office 365 und der Veröffentlichung „echter“ Office-Apps für Smartphones und Tablets, bemüht sich Microsoft, auch das Arbeiten immer mobiler zu gestalten.

Künftig werden wohl noch mehr technische Anwendungen mobil bedienbar werden. Smart Home Anwendungen, mit denen Sie von überall Jalousien, Licht oder Heizung steuern können, gibt es schon länger. Einige Unternehmen haben auch die Erstellung von Aufzeichnungen soweit digitalisiert und mobilisiert, dass Tablets und mobile Arbeitsstationen im Wertschöpfungsprozess allgegenwärtig sind.

Eine weitere gute Möglichkeit des digitalen und ortsunabhängigen Arbeitens ist die Verwendung von Apps bei der Durchführung von Audits. Einmal konfiguriert, muss man sich um das richtige Format keine Sorgen mehr machen. Man notiert einfach die Feststellungen, kann Fotos oder andere Nachweise anfügen und erhält automatisch einen PDF-Bericht mit entsprechender Bewertung – wenn gewünscht.

Die hier beschriebenen – und noch viele weitere Möglichkeiten – werden weiter Einzug in unser Geschäftsleben halten. Es lohnt sich, diese als Chance und nicht als lästiges Übel zu sehen. Als Werkzeug und nicht als neumodischer Kram.

Bei allem Enthusiasmus sollten wir allerdings vermeiden, durch die mobilen Möglichkeiten jede noch so kleine zeitliche Lücke zwanghaft mit vermeintlicher Produktivität vollzustopfen.

Cloud Digitalisierung

Cloud

Mit den verbesserten Möglichkeiten des mobilen Arbeitens, steigt die Notwendigkeit, Daten ebenso ortsunabhängig und schnell zu verwalten und jederzeit darauf zugreifen zu können. Hier kommen Cloud-Dienste ins Spiel. Im Privaten Bereich ist Dropbox ein namhafter Anbieter solcher Dienste.

Zwei vorrangige Ziele werden durch die Verwendung solcher Dienste verfolgt: Wir möchten jederzeit und von überall auf unsere Daten zugreifen könne. Außerdem haben wir so die Möglichkeit, Serverwartung, Backups, Berechtigungskonzepte und viele weitere Dinge an erfahrene Anbieter für relativ kleines Geld auslagern zu können.

Schlagwörter, mit denen man sich in diesem Zusammenhang zweifellos beschäftigen muss, sind mögliche Hacker-Angriffe und Datenschutz.

Es gibt immer mehr Anbieter fachlicher Anwendungen, die Analysedaten, Messwerte oder andere Kenngrößen für ihre Kunden verwalten und in Datenwolken ablegen. Davon haben nicht nur die Kunden etwas. So bauen beispielsweise Hersteller hochspezialisierter Laborgeräte mit den Informationen der Kunden Datenbanken auf, die so mit der Zeit immer besser werden und aus denen sich wichtige Erkenntnisse ableiten lassen.

Außerdem wächst die Zahl der „smarten Maschinen“, die Messwerte und andere Parameter automatisch in einer Cloud ablegen und permanent verfügbar und auswertbar halten.

Ohne Zweifel muss sich jedes Unternehmen und jeder Nutzer genau überlegen, welcher Preis für die Vereinfachung bezahlt werden können. Hier werden auch die Anbieter von Cloud-Diensten noch ein gewisses Maß an Vertrauen bildender Überzeugungsarbeit leisten müssen, um sich ein Land, in dem der Datenschutz einen weltweit einzigartigen Status genießt, voll erschließen zu können.

Analytics Digitalisierung

Analytics

Spätestens an diesem Punkt wird erkennbar, dass alle vier der hier beschriebenen Trends miteinander verknüpft sind. Es werden mehr und mehr Daten generiert, die mehr oder weniger permanent verfügbar sind. Man spricht hier auch gern vom Begriff „Big Data“. Die Herausforderung besteht hier im richtigen Umgang mit der Vielzahl an möglichen Daten. Daten sind allerdings kein Allheilmittel.

Wer nicht weiß, welche Daten für welche Schlussfolgerungen und Entscheidungen essentiell sind, hat schon verloren.

Die vorhin beschriebenen Datenmengen, die zum Beispiel von smarten Maschinen generiert und gespeichert werden, nützen uns alleine wenig, wenn wir diese Daten nicht interpretieren können.

Je mehr Daten über ein bestimmtes System bekannt sind, desto besser kann es gelingen, bestimmte Gesetzmäßigkeiten oder Unregelmäßigkeiten zu erkennen. Man kann Trends unterschiedlicher Parameter beobachten und sich gegebenenfalls warnen lassen, wenn kritische Bereiche erreicht werden.

Was Computern und Maschinen allerdings nicht können, ist, zwischen Kausalität und Korrelation zu unterscheiden. Dabei benötigen sie unsere Unterstützung. Es ist nämlich ein großer Unterschied, ob ein Sachverhalt den anderen verursacht, oder ob sich zwei Fakten nur zufällig so entwickeln, wie sie es tun. Bei der Lösung von Problemen ist diese Information äußerst hilfreich.

Ein Beispiel: Nehmen wir an, in einem Dorf wurde in den vergangenen fünf Jahren eine überdurchschnittlich hohe Geburtenrate verzeichnet. Gleichzeitig stellt der Naturschutzbund vor Ort eine steigende Population an Störchen fest. Hält man das nun für eine Kausalität, könnte man zu dem Schluss kommen, die Störche würden die Babys bringen und es gibt dort deshalb von beidem überdurchschnittlich viele. Hier erscheint es sinnvoll, sich noch weitere Faktoren anzusehen, um zu erkennen, ob die beiden Entwicklungen zufällig in die gleiche Richtung verlaufen oder ob es einen bzw. mehrere Gründe dafür gibt.

Verlassen Sie sich bitte nicht auf Ihre IT-Abteilung!

Meiner Erfahrung nach arbeiten die IT-Abteilungen in den meisten Unternehmen mehr oder weniger an den gleichen Dingen: Netzwerkverfügbarkeit, Datensicherheit, Updates der im Unternehmen verfügbaren Programme. Für echte digitale Innovationen bleibt da kaum Zeit. Dazu kommt, dass IT-Abteilungen oft keine fachspezifischen Kenntnisse übere das Unternehmen haben, in dem sie tätig sind und so dürfen wir nicht darauf hoffen, dass von dieser Seite die notwendigen Impulse kommen werden, die uns in die richtige Richtung bringen.

Viel eher muss der Antrieb aus den Fachabteilungen kommen. Wir müssen wissen, was uns in Zukunft helfen kann und welche Schritte wir zu gehen imstande sind. Das bedeutet, dass wir uns selbst mit den digitalen Themen befassen müssen um später in den Dialog mit den Umsetzern aus der IT-Abteilung treten zu können.

Wenn wir uns der Themenbereiche nicht selbst annehmen, wird vermutlich folgendes passieren: Wir bleiben unter unseren Möglichkeiten, denn wir wissen ja gar nicht, was Stand der Technik ist. Und uns werden die Optionen, die uns IT-Experten aufzeigen als zu visionär empfinden und uns möglicherweise schnell überfordert fühlen.

Zwei Fehler sollten Sie aus meiner Sicht in jedem Fall vermeiden:

  • Glauben, dass die Digitalisierung nur ein Trend ist, der bald wieder vergeht. Das ist nicht der Fall!
  • Sofort auf jeden digitalen Zug aufspringen, nur um einer der Ersten zu sein. Beobachten Sie lieber, was bzw. wer sich langfristig durchsetzt. Nur in seltenen Fällen lohnt es sich wirklich, einer der „Early Birds“ zu sein.

Wie geht’s weiter?

Hier kann ich natürlich nur spekulieren. Für mich lautet die gute Nachricht: Bei zwei der hier beschriebenen Faktoren steht der Mensch im Vordergrund (Social, Mobile). Das böse Wesen der Digitalisierung ist also (noch?) nicht gekommen, um uns allen die Arbeitsplätze wegzuschnappen!

Deshalb bin ich der Meinung, wir sollten die Digitalisierung, sowie technologischen Fortschritt generell, dazu nutzen, unsere Welt möglichst lebenswert zu erhalten. Außerdem können wir die freigesetzten zeitlichen Ressourcen dafür verwenden, an unseren Soft Skills zu arbeiten: Menschen begeistern, motivieren, überzeugen, helfen oder unterhalten. Denn die meisten Menschen arbeiten am liebsten mit anderen Menschen zusammen, die ähnlich empfinden und handeln, wie sie selbst.

Ich denke, dass wir uns noch lange nicht zu einer rein digitale und immer kältere Gesellschaft entwickeln. Schreiben Sie mir gerne, wie Sie darüber denken! Ganz unten links auf dieser Seite finden Sie viele Möglichkeiten der Kontaktaufnahme.

Die 7 Arten der Verschwendung

Allgemein versteht man unter dem Begriff „Verschwendung“ jede Tätigkeit ohne Wert schöpfenden Effekt. Es gibt viele Konzepte, die sich der Vermeidung solcher Verschwendungen widmen. Ganz weit vorn sind die Konzepte und Strategien von Lean Management bzw. Kaizen. Aus diesen haben sich „die sieben Arten der Verschwendung“ herausgebildet, die sich, je nach Quelle, ein wenig voneinander unterscheiden. Für diesen Artikel habe ich die sieben Begriffe herausgesucht, die für mich den jeweiligen Sachverhalt treffend beschreiben.

Einige der Verschwendungsarten sind leicht nachzuvollziehen. Bei anderen müssen wir ein wenig um die Ecke denken. Zusätzlich zu den durch die Verschwendung entstehenden direkten Kosten sprechen Betriebswirtschaftler und Volkswirte zudem von so genannten Opportunitätskosten. Also Kosten, bei denen durch die realisierte Verschwendung bestimmte Effekte NICHT realisiert werden konnten. Vereinfacht gesagt: Es geht darum, was möglich gewesen WÄRE, wenn man die Verschwendung hätte vermeiden können.

Das sind „meine“ 7 Arten der Verschwendung

Unnötige Tätigkeiten

Unnötige Tätigkeiten

Darunter verstehe ich alle Tätigkeiten, die im Prinzip für die eigentliche Wertschöpfung nicht notwendig wären. Also lange Laufwege, Besprechungen ohne Ergebnis oder unstrukturierte Arbeitsumgebungen, in denen oft etwas gesucht werden muss. Diese Tätigkeiten halten uns nicht nur davon ab, Wertschöpfendes zu tun. Sie halten oft auch anknüpfende Prozessschritte auf und vervielfältigen dadurch oft noch die Verschwendung von Ressourcen.

Unnötige Tätigkeiten bergen darüber hinaus auch ein erhöhtes Fehlerpotential.

Unklare Prozesse

Unklare Prozesse

Wenn Menschen mit unklaren Prozessen konfrontiert werden, dann neigen sie oft dazu, sich selbst Prozesse zu schaffen. Sie meinen das meistens gut. Je nachdem, in welchem Umfeld wir uns bewegen, kann das aber fatale Folgen haben. Insbesondere, wenn den handelnden Personen die Gesamtzusammenhänge nicht oder nur unzureichend bekannt sind.

Je besser Prozesse beschrieben sind, umso geringer sind die Fehlerquoten und Unsicherheiten, wenn mal etwas schiefgeht.

Getreu dem Motto: WER macht WAS bis WANN.

Denn schließlich wollen wir die Qualität doch nicht Zufallsprozessen überlassen, oder?

Unnötige Lagerbestände

Unnötige Lagerbestände

Unnötig hohe Lagerbestände binden Kapital und verursachen Lagerkosten. Als solche Bestände bezeichne ich in diesem Zusammenhang vor allem Rohstoffe und Halbfertigerzeugnisse, die auf eine Weiterverarbeitung warten. Man kann aber auch Fertigwaren hinzuziehen, die ohne konkreten Kundenauftrag gefertigt und auf Lager gelegt werden. Von besonderer Bedeutung wird dieser Punkt, wenn es sich um verderbliche Roh-, Halb- oder Fertigwaren handelt, da sie gegebenenfalls an Qualität verlieren und vor der Endverarbeitung und dem Versand ausgetauscht werden müssen.

Überproduktion

Überproduktion

Überproduktion bedeutet die Produktion von Gütern ohne Kundenauftrag bzw. ohne entsprechende Strategie. Diese Überproduktion führt einerseits zur Verschwendung von Rohstoffen, Energie und personellen Ressourcen im Rahmen der Herstellung und zudem zu erhöhten Lagerkosten. Außerdem kann eine Überproduktion bestimmter Güter auch zu einem sinkenden Preisniveau führen, weil das Angebot die Nachfrage übersteigt.

Ein weiterer negativer Effekt kann bei nur begrenzt haltbaren Produkten bestehen, wenn diese an Wert verlieren oder gar verderblich sind.

Wartezeiten

Wartezeiten

Wenn unnötige Wartezeiten vorliegen, bedeutet das, dass bestimmte Prozessschritte auf ein Ereignis oder die Fertigstellung eines vorhergehenden Prozesses warten müssen. Es ist leicht ersichtlich, dass das zur Verschwendung personeller und maschineller Ressourcen führt. In diese Kategorie packe ich auch das Warten aufgrund von Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten, die zu lange dauern oder schlecht geplant sind.

Hier zahlen sich selbst geringfügige Verbesserungen positiv aus!

Fehler und Nacharbeit

Fehler, Nacharbeit

Das ist vielleicht die Kategorie, bei der Verschwendung am plausibelsten scheint: Ware ist fehlerhaft und muss entweder nachgearbeitet, entsorgt oder zu einem geringeren Preis verkauft werden. Dabei gilt die Faustregel, dass sich Fehlerkosten mit jedem Prozessschritt, den man den Fehler zu spät bemerkt, verzehnfachen.

Zu den offensichtlichen Kosten (Nacharbeit, Rabattierung bzw. Vernichtung) können dann noch indirekte Kosten wie Gewährleistungen, Garantien oder Rücksendekosten dazukommen.

Ineffizienter Transport

Ineffizienter Transport

Die siebte und damit letzte Art der Verschwendung ist der ineffiziente Transport. Darunter können sowohl die Transportwege als auch ungeeignete Transportmittel verstanden werden. Außerdem müssen wir uns an dieser Stelle mit der Frage beschäftigen, in welcher Hinsicht „Effizienz“ zu verstehen ist. Denkbar sind Kosteneffizienz oder Zeiteffizienz wenn es um die Frage „Luftfracht vs. Seefracht“ geht.

Das passt jetzt vielleicht nicht ganz zum Thema, aber an diesem Punkt frage ich mich nicht zum ersten Mal, wie Äpfel aus Neuseeland auch nur im Ansatz preislich mit denen vom Bodensee konkurrieren können. Der Transport scheint mir hier deutlich zu günstig zu sein. Aber das ist meine private Einstellung…

Fazit

Die konkrete Betrachtung der sieben Arten von Verschwendung kann uns dabei helfen, unsere Prozesse zu optimieren. Dabei sollten wir aber immer darauf achten, dass die Verbesserung bzw. Vermeidung einer Verschwendungsart auch positive oder negative Auswirkungen auf eine andere Art haben kann. So könnte zum Beispiel ein effizienter Transport per Seefracht zu einem erhöhten Lagerbestand führen, weil ein kompletter Seecontainer verladen werden muss.

Oder die Reduzierung von Lagerbeständen kann dazu führen, dass bei einer sprunghaft ansteigenden Nachfrage der Bedarf an bestimmten Gütern nicht gedeckt werden kann. Betrachten Sie eine Firma deshalb immer als einen atmenden Organismus in dem alle Tätigkeiten zusammenfließen.

Den Audio-Podcast zu diesem Beitrag finden Sie hier.

QMOA033 – Die 7 Arten der Verschwendung

Allgemein versteht man unter dem Begriff „Verschwendung“ jede Tätigkeit ohne Wert schöpfenden Effekt. Es gibt viele Konzepte, die sich der Vermeidung solcher Verschwendungen widmen. Ganz weit vorn sind die Konzepte und Strategien von Lean Management bzw. Kaizen. Aus diesen haben sich „die sieben Arten der Verschwendung“ herausgebildet, die sich, je nach Quelle, ein wenig voneinander unterscheiden. Für diesen Artikel habe ich die sieben Begriffe herausgesucht, die für mich den jeweiligen Sachverhalt treffend beschreiben.

Einige der Verschwendungsarten sind leicht nachzuvollziehen. Bei anderen müssen wir ein wenig um die Ecke denken. Zusätzlich zu den durch die Verschwendung entstehenden direkten Kosten sprechen Betriebswirtschaftler und Volkswirte zudem von so genannten Opportunitätskosten. Also Kosten, bei denen durch die realisierte Verschwendung bestimmte Effekte NICHT realisiert werden konnten. Vereinfacht gesagt: Es geht darum, was möglich gewesen WÄRE, wenn man die Verschwendung hätte vermeiden können.

Das sind „meine“ 7 Arten der Verschwendung

Unnötige Tätigkeiten

Unnötige Tätigkeiten

Darunter verstehe ich alle Tätigkeiten, die im Prinzip für die eigentliche Wertschöpfung nicht notwendig wären. Also lange Laufwege, Besprechungen ohne Ergebnis oder unstrukturierte Arbeitsumgebungen, in denen oft etwas gesucht werden muss. Diese Tätigkeiten halten uns nicht nur davon ab, Wertschöpfendes zu tun. Sie halten oft auch anknüpfende Prozessschritte auf und vervielfältigen dadurch oft noch die Verschwendung von Ressourcen.

Unnötige Tätigkeiten bergen darüber hinaus auch ein erhöhtes Fehlerpotential.

Unklare Prozesse

Unklare Prozesse

Wenn Menschen mit unklaren Prozessen konfrontiert werden, dann neigen sie oft dazu, sich selbst Prozesse zu schaffen. Sie meinen das meistens gut. Je nachdem, in welchem Umfeld wir uns bewegen, kann das aber fatale Folgen haben. Insbesondere, wenn den handelnden Personen die Gesamtzusammenhänge nicht oder nur unzureichend bekannt sind.

Je besser Prozesse beschrieben sind, umso geringer sind die Fehlerquoten und Unsicherheiten, wenn mal etwas schiefgeht.

Getreu dem Motto: WER macht WAS bis WANN.

Denn schließlich wollen wir die Qualität doch nicht Zufallsprozessen überlassen, oder?

Unnötige Lagerbestände

Unnötige Lagerbestände

Unnötig hohe Lagerbestände binden Kapital und verursachen Lagerkosten. Als solche Bestände bezeichne ich in diesem Zusammenhang vor allem Rohstoffe und Halbfertigerzeugnisse, die auf eine Weiterverarbeitung warten. Man kann aber auch Fertigwaren hinzuziehen, die ohne konkreten Kundenauftrag gefertigt und auf Lager gelegt werden. Von besonderer Bedeutung wird dieser Punkt, wenn es sich um verderbliche Roh-, Halb- oder Fertigwaren handelt, da sie gegebenenfalls an Qualität verlieren und vor der Endverarbeitung und dem Versand ausgetauscht werden müssen.

Überproduktion

Überproduktion

Überproduktion bedeutet die Produktion von Gütern ohne Kundenauftrag bzw. ohne entsprechende Strategie. Diese Überproduktion führt einerseits zur Verschwendung von Rohstoffen, Energie und personellen Ressourcen im Rahmen der Herstellung und zudem zu erhöhten Lagerkosten. Außerdem kann eine Überproduktion bestimmter Güter auch zu einem sinkenden Preisniveau führen, weil das Angebot die Nachfrage übersteigt.

Ein weiterer negativer Effekt kann bei nur begrenzt haltbaren Produkten bestehen, wenn diese an Wert verlieren oder gar verderblich sind.

Wartezeiten

Wartezeiten

Wenn unnötige Wartezeiten vorliegen, bedeutet das, dass bestimmte Prozessschritte auf ein Ereignis oder die Fertigstellung eines vorhergehenden Prozesses warten müssen. Es ist leicht ersichtlich, dass das zur Verschwendung personeller und maschineller Ressourcen führt. In diese Kategorie packe ich auch das Warten aufgrund von Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten, die zu lange dauern oder schlecht geplant sind.

Hier zahlen sich selbst geringfügige Verbesserungen positiv aus!

Fehler und Nacharbeit

Fehler, Nacharbeit

Das ist vielleicht die Kategorie, bei der Verschwendung am plausibelsten scheint: Ware ist fehlerhaft und muss entweder nachgearbeitet, entsorgt oder zu einem geringeren Preis verkauft werden. Dabei gilt die Faustregel, dass sich Fehlerkosten mit jedem Prozessschritt, den man den Fehler zu spät bemerkt, verzehnfachen.

Zu den offensichtlichen Kosten (Nacharbeit, Rabattierung bzw. Vernichtung) können dann noch indirekte Kosten wie Gewährleistungen, Garantien oder Rücksendekosten dazukommen.

Ineffizienter Transport

Ineffizienter Transport

Die siebte und damit letzte Art der Verschwendung ist der ineffiziente Transport. Darunter können sowohl die Transportwege als auch ungeeignete Transportmittel verstanden werden. Außerdem müssen wir uns an dieser Stelle mit der Frage beschäftigen, in welcher Hinsicht „Effizienz“ zu verstehen ist. Denkbar sind Kosteneffizienz oder Zeiteffizienz wenn es um die Frage „Luftfracht vs. Seefracht“ geht.

Das passt jetzt vielleicht nicht ganz zum Thema, aber an diesem Punkt frage ich mich nicht zum ersten Mal, wie Äpfel aus Neuseeland auch nur im Ansatz preislich mit denen vom Bodensee konkurrieren können. Der Transport scheint mir hier deutlich zu günstig zu sein. Aber das ist meine private Einstellung…

Fazit

Die konkrete Betrachtung der sieben Arten von Verschwendung kann uns dabei helfen, unsere Prozesse zu optimieren. Dabei sollten wir aber immer darauf achten, dass die Verbesserung bzw. Vermeidung einer Verschwendungsart auch positive oder negative Auswirkungen auf eine andere Art haben kann. So könnte zum Beispiel ein effizienter Transport per Seefracht zu einem erhöhten Lagerbestand führen, weil ein kompletter Seecontainer verladen werden muss.

Oder die Reduzierung von Lagerbeständen kann dazu führen, dass bei einer sprunghaft ansteigenden Nachfrage der Bedarf an bestimmten Gütern nicht gedeckt werden kann. Betrachten Sie eine Firma deshalb immer als einen atmenden Organismus in dem alle Tätigkeiten zusammenfließen.

Prozessverbesserung mit der Turtle-Methode

Ständige Prozessverbesserung ist eine Kernaufgabe im Qualitätsmanagement. Prozesse gezielt zu verbessern ist aber ohne methodischen Ansatz eine echte Herausforderung. Die folgenden Fragen haben Sie sich bestimmt auch schon einmal gestellt:

  • Wo setze ich an?

  • Wie stelle ich es an, nichts zu vergessen?

  • Wie schaffe ich es, dass auch Kollegen standardisiert ihre Prozesse verbessern?

  • Woran erkenne ich, dass umgesetzte Maßnahmen das Problem wirklich löst?

Ein Tool für all diese Fragen der Prozessverbesserung

Es gibt eine Methode, die all diese Fragestellungen berücksichtigt und auf den Punkt beantworten kann: Die Turtle-Methode.

Sie behandelt die wichtigsten Fragen: Welchen Input und Output habe ich beim Prozess? Welche Faktoren spielen eine Rolle? Wie kann ich das Resultat messen?
Die meisten anderen Methoden zur Prozessverbesserung beschäftigen sich mit dem Problem und wie ich es lösen kann. Oft wird dann die Wirksamkeit vergessen oder deren Einschätzung ist schwierig, weil es keine Kennzahl gibt, mit der sie gemessen werden kann.

Ich verwende die Methode zum Beispiel für alle Arten der Validierung und auch bei der Fehler- und Ursachenanalyse.

So verwenden Sie die Turtle-Methode

Die Turtle-Methode (oder auch Process-Turtle) ist eine Methode, mit der man Prozesse gezielt verbessern kann. Relativ kompakt und in wenigen Schritten kann man mit dieser Methode die wichtigsten Einflussfaktoren aufnehmen, mögliche Lösungen identifizieren und anhand von Kennzahlen messen, wie effektiv und effizient die Lösung letztendlich war.
Zunächst hier die einzelnen Elemente der Methode in der Übersicht:

Prozessverbesserung

Wenn Sie in diesen Schritten vorgehen, können Sie die Prozess-Turtle optimal nutzen:

Bitte fragen Sie mich nicht, warum sie ausgerechnet Turtle-Methode heißt… vermutlich hätte man auch jedes andere Tier mit vier Beinen nehmen können.

  1. Klären Sie das Ziel der Prozessverbesserung

    Wenn Sie etwas verbessern möchten, dann verfolgen Sie mit der Verbesserung hoffentlich ein konkretes Ziel: Höhere Qualität, niedrigere Kosten, geringere Fehlerquoten, eine höhere Prozessstabilität und so weiter.

    Über die Ziele, die Sie erreichen wollen, sollten Sie sich möglichst klar sein – und zwar alle Beteiligten. Damit schließen Sie aus, dass es unterschiedliche Interessen gibt und dass Sie auch die richtigen Lösungsmöglichkeiten identifizieren.

    Bei dieser Zieldefinition können Sie auch gleich mit berücksichtigen, ob sich die angestrebte Veränderung andere Aspekte im Prozess möglicherweise ebenfalls verändern (positiv oder negativ).
    Schließlich sollten Sie vermeiden, dass eine positive Änderung an der einen Stelle zu einem Problem an einer anderen Stelle wird.
    Diese Definition sowie alle anderen Schritte sollten Sie nicht alleine durchführen sondern in einem möglichst interdisziplinären Team um alle Aspekte Ihrer Organisation zu berücksichtigen. Wie groß dieses Team ist, hängt natürlich davon ab, was genau Sie verbessern möchten.

  2. Definieren Sie den Prozess, der verbessert werden soll

    Wenn Sie geklärt haben, welches Ziel eine Verbesserung hat, dann identifizieren Sie, welche Prozesse von einer möglichen Verbesserung tangiert sind. Wieder geht es darum, durch eine Veränderung keine Probleme auftreten zu lassen, die man vorher nicht bedacht hatte. Außerdem stellen Sie somit sicher, dass Sie keinen Prozess vergessen, der ebenfalls von Bedeutung ist.

    Wollen Sie zum Beispiel das Vorgehen bei der Reklamationsbearbeitung verbessern, dann kann das je nach Größe und Struktur Ihres Unternehmens unterschiedliche Prozesse betreffen:
    Kundenservice per E-Mail, Telefonservice, Retourenabwicklung, Kundendienst und so weiter.

    Sie entscheiden dann, ob mehrere Prozesse geändert werden müssen um zum gewünschten Resultat zu gelangen.

  3. Klären Sie, ob der Prozess, den Sie verbessern wollen, komplex oder kompliziert ist

    Wenn Sie nun den oder die zu veränderten Prozesse identifiziert haben, sollten Sie klären, ob es sich um einen komplexen oder einen komplizierten Prozess handelt. Das ist wichtig, denn für beide Fälle sind unterschiedliche Herangehensweisen notwendig.

    Ein methodisches Vorgehen ist nur bei komplizierten Prozessen ratsam. Dann sind alle Einflussfaktoren bekannt und diese wirken sich ohne Wechselwirkungen auf den Prozess aus.

    In einem komplexen Prozess, haben die unterschiedlichen Faktoren Wirkungen aufeinander und es sind außerdem möglicherweise nicht alle Einflüsse bekannt bzw. sie verändern sich ständig.
    Wenn es sich um einen komplexen Prozess handelt, dann haben Sie meistens die Möglichkeit, ihn in einfache oder zumindest lediglich komplizierte Prozesse zu zerlegen und diese dann zu verbessern.

    Der Klimawandel oder die Finanzkrise sind zwei Beispiele für komplexe Prozesse. Mit der Turtle-Methode werden Sie diese beiden Probleme nicht lösen können. Es sind zu viele Faktoren, die sich wechselseitig beeinflussen und einige Faktoren sind uns nicht bekannt.

    Einen ausführlichen Artikel zum Unterschied zwischen komplexen und komplizierten Problemen finden Sie hier auf dem Blog. Es gibt außerdem einen sehr hörenswerten Podcast mit dem Titel „Abenteuer Problemlösen“ von Georg Jocham. In Episode 016 geht es um den Umgang mit komplexen Problemen. Hören Sie da gern mal rein, der gesamte Podcast ist äußerst hörenswert!

  4. Benennen Sie Input und Output

    Wenn Sie diese Vorarbeiten erledigt haben, dann ist klar, dass die Turtle-Methode überhaupt geeignet ist und es kann losgehen. Definieren Sie Input und Output für den jeweiligen Prozess.
    Welche vorherigen Ergebnisse werden als Eingangsgrößen benötigt? Welches Resultat soll der Prozess bringen?
    Der Input stellt das Futter der Schildkröte dar, der Output sind ihre Stoffwechselprodukte – in ihrem Bauch findet der eigentliche Prozess statt.

  5. Tragen Sie die Einflussfaktoren zusammen

    Die folgenden Einflussfaktoren sollten Sie bei der Durchführung der Methode berücksichtigen:

    • Technik: Welches Equipment (Hardware und Software) werden benötigt? Womit erzielen Sie den gewünschten Erfolg? Dabei ist zu beachten, dass immer häufiger Software gleich einem Prozess ist. In diesem Fall könnten Sie zum Beispiel Schnittstellen zu anderen Systemen oder Hardware, die benötigt wird, berücksichtigen.

    • Mensch: Wer ist involviert? Wer ist verantwortlich? Hier berücksichtigen Sie bitte nicht nur Menschen, die ein Resultat erbringen oder eine Tätigkeit ausüben sondern auch Stakeholder oder Menschen, die bei Problemen Entscheidungen treffen müssen.

    • Vorgaben & Support: Hier tragen Sie ein, welche Vorgaben oder Anforderungen es gibt. Das können Verfahrensanweisungen oder andere Dokumente sein. Oder auch rechtliche Rahmenbedingungen oder Ihre Geschäftsordnung.

    Prozess-Turtle

  6. Definieren Sie eine oder mehrere Kennzahlen um die Wirksamkeit zu messen

    Im letzten Schritt der theoretischen Vorarbeit überlegen Sie sich, mit welcher Kennzahl Sie die Wirksamkeit Ihrer Lösung messen könnten.

    Dabei sollten Sie zwei Aspekte berücksichtigen:

    Wie effektiv war Ihre Lösung?
    Wie effizient war Ihre Lösung?

    Der Unterschied zwischen Effektivität und Effizienz: Effektivität sagt aus, ob Sie das Richtige getan haben. Effizienz sagt aus, ob Sie etwas richtig gemacht haben.

    Nehmen wir an, Sie wollen Bäume fällen um ein Boot zu bauen. Nehmen Sie zum Fällen des Baumes ein Taschenmesser, dann sind Sie zwar effektiv, denn irgendwann wird der Baum fallen. Aber Sie sind überhaupt nicht effizient!

    Nehmen Sie stattdessen Sprengstoff, dann sind Sie vermutlich deutlich effizienter. Aber Sie sind nicht effektiv, denn vermutlich ist das Holz dann so beschädigt, dass Sie nichts mehr damit anfangen können.

    Der Unterschied ist also wichtig – und deshalb sollten Sie auch beide Aspekte berücksichtigen, um die richtige Lösung zu wählen. Ein möglichst gutes Gleichgewicht zwischen Effizienz und Effektivität ist meistens die beste Variante – nur leider nicht immer realisierbar.

    Prozessverbesserung

  7. Entwickeln Sie Lösungsoptionen

    Sie kennen nun Ihr Ziel und wissen, welchen Prozess Sie verbessern wollen und welche Komponenten dabei eine Rolle spielen. Da nun alle Faktoren bekannt sind, spielen Sie mit diesen Faktoren um geeignete Problemlösungen zu entwickeln.

    Diese Lösungen bewerten Sie auf Ihre Effizienz und Effektivität und dann entscheiden Sie, welche Ideen umgesetzt werden sollen.

    Je nachdem, wie bekannt Ihnen das Umfeld ist, in dem Sie sich bewegen, kann es auch Sinn machen, zuerst über die Lösungsoptionen und dann über die Messung der Wirksamkeit nachzudenken. In diesem Fall tauschen Sie Schritt 6 und 7 einfach aus.

  8. Drehen Sie nach und nach an den unterschiedlichen Stellschrauben

    Bei der Umsetzung der Lösungen sollten Sie möglichst Schritt für Schritt vorgehen. Denn wenn Sie mehrere Dinge auf einmal verändern, wissen Sie hinterher nicht mehr, welche Veränderung den meisten Einfluss auf das Ergebnis hatte.

    Es kann natürlich auch sein, dass Ihnen das egal ist. In diesem Fall können Sie selbstverständlich gleich alle möglichen Maßnahmen umsetzen. Allerdings glaube ich, dass das selten wirklich der Fall ist.

Fazit

Ich empfehle Ihnen, verschiedene Methoden zur Prozessverbesserung auszuprobieren und dann bei der Methode Ihrer Wahl zu bleiben. So sehen Sie am besten Ihre kurz- und langfristigen Erfolge.
Wenn Sie die beschriebenen Schritte konsequent durchführen, dann haben Sie gute Chancen, dass Ihre Schildkröte nach und nach immer häufiger das ausscheidet, was Sie wollen.

Ich bin ein großer Fan der Turtle-Methode, denn mit ihr deckt man nicht nur die notwendigen Aspekte ab sondern man macht sich auch über die Messung des Erfolgs Gedanken.

Nur wird leider viel zu oft vergessen, dass mit der Anwendung der Methode die Arbeit erst beginnt. Sie ist quasi die theoretische Vorarbeit und ohne die entsprechende Umsetzung in der Praxis haben wir noch nichts gewonnen.

Verbessern von Prozessen

Wie Sie objektiv die Leistung Ihrer Lieferanten bewerten können

  • Es gibt wohl kaum ein Unternehmen, das keine Lieferanten hat. Unter Lieferanten verstehe ich Partner, die einem Unternehmen dabei helfen, seine Ziele zu erreichen. Oberstes Ziel jedes Unternehmens sollte es dabei aus meiner Sicht sein, die Bedürfnisse der Kunden und Endverbraucher zu erfüllen.

    In diesem Artikel fokussiere ich mich darauf, wie Sie Lieferanten bewerten, mit denen Sie entweder eine stetige Lieferbeziehung anstreben oder diese bereits läuft.

    Um zu erkennen, welche Lieferanten Leistungen abliefern, die dem Unternehmen den gewünschten Nutzen bringen, gibt es viele unterschiedliche Systeme, die alle unter dem Begriff Lieferantenbewertung zusammengefasst werden können.

    Es gibt viele große Unternehmen, die eine wahre Wissenschaft aus der jährlichen Bewertung ihrer Lieferanten machen. Einerseits möchte man ihnen einen Anreiz dafür liefern, sich stetig zu verbessern, andererseits möchte man aber auch in der Lage sein, schlecht leistende Lieferanten auf objektiver Basis auszusortieren.

    Gerade kleine und mittlere Unternehmen haben manchmal die Bedenken, mit solchen systematischen Bewertungen bürokratische Monster zu erschaffen, die dann das operative Geschäft stören.

    In diesem Blogartikel möchte ich Ihnen eine schlanke und einfache Möglichkeit vorstellen, wie Sie ein Tool zur Bewertung Ihrer Lieferanten aufbauen. Sie können sich außerdem die Vorlage für eine Lieferantenbewertung mit zwei möglichen Qualitätskennzahlen kostenlos herunterladen.

    Ziele der Lieferantenbewertung

    Zunächst müssen wir die Frage klären, welche Ziele man mit einem Lieferantenmanagement überhaupt verfolgen kann:

      Sie unterstützt beim langfristigen Aufbau eines Lieferantenportfolios

    Im Idealfall haben Sie gerade für strategische Rohwaren und Dienstleistungen nicht nur einen Lieferanten sondern sind breiter aufgestellt. Das mindert Ihr Risiko falls es zu einer Beschaffungs-Krise kommt.

      Sie ermöglicht eine objektive Lieferantenauswahl

    Indem Sie feste Kriterien schaffen, können Sie aktuelle und potentielle Lieferanten besser miteinander vergleichen und auswählen.

      Sie erleichtert die kontinuierliche Verbesserung der Lieferanten

    Dadurch, dass Sie sichtbar machen, an welchen Punkten Ihre Partner noch arbeiten müssen, können Sie gezielt Maßnahmen zur Verbesserung vereinbaren. Schritt für Schritt werden Sie so zu einem schlagkräftigen Team, das sich gegenseitig vertraut.

      Sie hilft bei der Steuerung und Entwicklung der Lieferanten

    Kein Lieferant – und sei er noch so gut – wird zu 100% von Beginn an Ihren Bedürfnissen entsprechen. Deshalb muss ständig an der Kunden-Lieferanten-Beziehung gearbeitet werden. Wo die Schwachpunkte der einzelnen Partner liegen, wird mittels deren Bewertung sichtbar.

      Sie hilft bei der Minimierung von Kosten

    Durch die kontinuierliche Verbesserung der Beziehung und die stetige Weiterentwicklung der Lieferanten sind Sie langfristig in der Lage, Fehlerkosten und Mehraufwand zu reduzieren, indem Sie beispielsweise auf zusätzliche Eingangskontrollen weitestgehend verzichten können.

    Grundsätzlich kann man diese Ziele auch ohne systematischen Ansatz erreichen. So ist es aber wesentlich schwieriger, den Überblick über die Kriterien und Lieferanten zu behalten und über lange Sicht zu sehen, wie sie sich entwickeln.

    Was sagt die ISO 9001:2015 zum Thema Lieferantenbewertung?

    Fest steht, dass es keine genaue Vorgabe darüber gibt, wie eine Lieferantenbewertung auszusehen hat. Vielmehr beschränkt sich die ISO 9001:2015 darauf, dass ein Unternehmen sicherstellen muss, dass die eingekauften Leistungen und Produkte überhaupt in der Lage sind, als Basis für die eigene Wertschöpfung zu dienen. Im Detail bedeutet das:

    • Alles, was uns von externen Partnern bereitgestellt wird, muss den Anforderungen entsprechen. Das bedeutet Zweierlei: Wir wissen, welchen Anforderungen diese Produkte oder Leistungen entsprechen müssen und es macht erforderlich, dass unsere Partner diese Anforderungen kennen und berücksichtigen.


    • Außerdem müssen die Kriterien für die Auswahl, Beurteilung und Überwachung von externen Anbietern definiert und transparent sein. Das dient dem Zweck, dass wir stets die gleichen Anforderungen als Maßstab anlegen und keine ungerechtfertigte Unterscheidung machen. Die bewusste Beschäftigung mit den diesen Parametern ist der erste Schritt für das Einkaufen guter Qualität und die spätere Verbesserung von externen Partnern


    • Die Kontrollen externer Leistungen müssen geplant und durchgeführt werden. Dem geht eine Risikobetrachtung und die Betrachtung der Relevanz der Leistung für unsere Wertschöpfung und deren Sensibilität voraus. Dieser Punkt kann je nach Einzelfall sehr vielschichtig sein: Wer muss wann etwas tun? Welche Methoden werden angewandt? Wie sehen Informationsflüsse und Dokumentation aus? Wer gibt die Leistung letztendlich frei?

    In meinen Augen klingen diese Anforderungen absolut sinnvoll und machbar. Allerdings machen – wie oben schon angedeutet – viele Unternehmen eine unnötige und oft unpraktikable Kunst aus der Lieferantenauswahl und Lieferantenbewertung.

    Sinnvolle Kriterien für die Lieferantenbewertung

    Je nach Ausrichtung eines Unternehmens kann man unterschiedlichste Kriterien für die Lieferantenbewertung heranziehen. So ist es wahrscheinlich, dass ein Unternehmen, welches im Markt die Kostenführerschaft anstrebt, das Preis-Kriterium auch bei seinen Lieferanten am höchsten gewichten wird.

    In einem komplexen Umfeld und dynamischen Märkten empfiehlt es sich jedoch, hier nicht einseitig zu agieren sondern die Kriterien so zu wählen, dass alle Unternehmensbereiche abgedeckt sind. Aus meiner Sicht sind die folgenden Kriterien für die Bewertung von Lieferanten sinnvoll:

    Lieferantenkriterien

     

    Eine simple und objektive Qualitätskennzahl

    Für uns als Qualitätsmanager ist das Kriterium der Qualität mit Sicherheit eines der bedeutendsten Kriterien – wenn nicht sogar das bedeutendste Kriterium.

    Auch aus allen Kennzahlen kann man eine so detaillierte Wissenschaft machen, sodass sie nur noch von den Erstellern vollständig verstanden werden. Ich plädiere zur Einfachheit! Wer eine Kennzahl liest sollte auch sofort verstehen können, wie sie sich zusammensetzt.

    Eine relativ simple Kennzahl die ich Ihnen hier vorstellen möchte, besteht schlicht in der Berechnung, wie viel Prozent der gelieferten Waren fehlerfrei sind. Sie können dies mit folgender Formel berechnen:

    QKZ_einfach

    Diese Kennzahl bewertet alle Fehlerarten gleich – man könnte also sagen, sie hat einen systematischen „Fehler“.
    Ich behaupte, eine Kennzahl darf Kriterien vernachlässigen oder Fehler haben. Das Entscheidende für mein

    Dafürhalten ist, dass bekannt ist, welche Kriterien nicht beinhaltet sind oder worin die Fehler bestehen. Außerdem müssen sich eventuelle Fehler in allen Zahlen widerspiegeln.

    Eine Qualitätskennzahl mit Fehlergewichtung

    Die folgende Formel zeigt Ihnen, wie Sie diese Qualitätskennzahl mit drei unterschiedlichen Fehlerarten nutzen können: kritische Fehler (Faktor 10), Hauptfehler (Faktor 5) und Nebenfehler (Faktor 1):

    QKZmG

    Diese Formel trifft diejenigen Lieferanten härter, die mehr kritische Fehler verursachen. Lieferanten können sich dagegen für jeden kritischen Fehler insgesamt 10 Nebenfehler oder 2 Hauptfehler „erlauben“, um zur selben Kennzahl zu gelangen.

    Einfaches System zur Lieferantenbewertung

    Um nun Ihre Lieferantenbewertung zu komplettieren, fehlen noch die anderen Kriterien. Um die Bewertung so einfach wie möglich zu halten, habe ich mich auf fünf Kriterien beschränkt und jedem Kriterium eine beispielhafte Gewichtung hinzugefügt:

    Lieferantenmanagement

    Laden Sie die Excel-Datei zur Lieferantenbewertung hier herunterladen

    Sie können die Unterkriterien und die Gewichtung beliebig verändern und Ihren Bedürfnissen anpassen. Das Bewertungsblatt greift per Formel auf die einfache Qualitätskennzahl zu. Die restlichen Bewertungskriterien sollten Sie in den einzelnen Fachabteilungen erfragen – ich empfehle Ihnen aber, diese Abfrage nicht nur bei einer Person zu platzieren sondern möglichst im Team durchführen zu lassen. Das gewährleistet eine größere Objektivität.

    Wenn Sie nun alle Kriterien bewertet haben, erhalten Sie am Ende eine prozentuale Gesamtbewertung. Diese können Sie nun in Lieferantenklassen von A bis D einordnen und in einer Matrix abbilden. Je nachdem wie wichtig die Produkte oder Dienstleistungen einzelner Lieferanten für Ihr Unternehmen sind, erhalten diese einen entsprechenden Stellenwert in der Lieferantenmatrix.

    Die Matrix ist im Kern in vier Sektoren aufgeteilt. Jeder Sektor steht für bestimmte Handlungen im Umgang mit den Partnern. Die Matrix kann Ihnen dabei helfen, auf einen Blick zu erkennen, in welchen Sektoren sich Ihr Lieferantenportfolio befindet und wo möglicherweise Handlungsbedarf besteht.

    Lieferantenmatrix

    Fazit

    Ich bin der Meinung, dass es ganz ohne systematische Lieferantenbewertung nicht geht. Ich denke auch, dass die Lieferanten ein Recht darauf haben, zu erfahren, wie es um deren Bewertung durch Ihr Unternehmen steht und wie sie sich verbessern können. Denn gute Lieferanten haben als Ziel ebenso die Befriedigung der Kundenanforderungen.

    In diesem Artikel wollte ich Ihnen eine transparente und einfach zu pflegende Möglichkeit aufzeigen, wie Sie Ihre Lieferanten kategorisieren und bewerten können und wie Sie aus beiden Parametern Maßnahmen für die weitere Partnerschaft ableiten können.

    Ich hoffe, Ihnen mit meinen Ausführungen und der Excel-Vorlage geholfen zu haben. Falls Sie zu diesem Thema weitere Anregungen oder weitere Aspekte haben, die ich hier unberücksichtigt gelassen habe, würde ich mich wie immer über einen Kommentar sehr freuen.

  • QMOA015 – Verbesserung des QM-Systems. Teil 9 von 9

    Die Verbesserung des QM-Systems ist einer der wichtigsten Forderungen der meisten Managementsysteme. Stillstand ist langfristig mit Rückschritt gleichzusetzen, da sich unsere Umwelt (Wettbewerber, Kunden, Ansprüche, etc.) ständig verändern. Die ISO 9001 stellt folgende Hauptforderungen an die Verbesserung von QM-Systemen:

    • Allgemeines (Verbesserungspotential feststellen, der PDCA-Zyklus)

    • Nichtkonformität und Korrekturmaßnahmen

    • Fortlaufende Verbesserung

    Weiterführende Informationen zum Thema „Verbesserung des QM-Systems“

    Götz Müller betreibt mit „Kaizen 2 Go“ einen sehr hörenswerten Podcast zur ständigen Verbesserung aller Geschäftsprozesse. Dabei widmet er sich nicht nur streng dem Kaizen-Gedanken sondern beleuchtet das Thema von unterschiedlichen Blickrichtungen.

    Dem klassischen Kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP) habe ich außerdem einen ausführlichen Artikel gewidmet, in dem es insgesamt 14 Tipps für einen wirkungsvollen Verbesserungsprozess zu lesen gibt.