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Auf dieser Seite finden Sie Buchrezensionen und Lesetipps rund um die Themen Qualität, Führung und Selbstorganisation. Die Bücher, die ich hier vorstelle, habe ich entweder selbst gelesen oder sie wurden mir von Interviewpartnern als lesenswert empfohlen.

Die Bücher, die ich empfehle, sollen Ihnen Mehrwert und direkt umsetzbare Tipps geben und keine reinen theoretischen Wälzer sein.

066 Wie wichtig ist hohe Datenqualität?

Wie wichtig ist hohe Datenqualität?

Marie von Ebner-Eschenbach war zwar der Ansicht, dass man alles glauben muss, wenn man nichts weiß aber das kann auch nach hinten losgehen: Stell dir vor, ein Mitarbeiter der Qualitätskontrolle liebt die Dokumentation. Akribisch schreibt er jedes Maß der Bauteile die er vermisst, bis auf die dritte Nachkommastelle auf. Leider nimmt er es mit der Prüfmittelüberwachung nicht so ganz genau und so sind seine Daten zwar vollständig aber trotzdem falsch.

Datenqualität als Erfolgsfaktor?

In der Literatur liest man oft von drei Ebenen der Qualität:

  • Strukturqualität
  • Prozessqualität
  • Ergebnisqualität

Wenn du durch das Analysieren (von Zahlen) diese Ebenen positiv beeinflussen willst, dann kommt die Datenqualität ins Spiel. Schon Archimedes hat vor über 2000 Jahren gesagt:

Miss alles, was sich messen lässt, und mach alles messbar, was sich nicht messen lässt.

Und doch sind Daten nicht gleich Daten. Daten schlechter Qualität sind manchmal sogar schädlicher, als wenn du gar keine Daten hättest. Doch wie erhöhst du nun die Qualität der von dir und deinem Unternehmen erhobenen Daten?

Auf der Seite „Logistik Heute“ bin ich auf den Artikel „Sieben Kriterien zur Beurteilung der Datenqualität“ gestoßen (24.04.2019 von Melanie Endres). Die darin beschriebenen Kriterien gelten nicht nur für die Logistik, sondern auch für die Qualität von Daten aller Arten.

Hier ist meine Interpretation für dich mit Bezug zum Qualitätswesen.

7 Anforderungen an hohe Datenqualität

 

Kriterien für Datenqualität

Vollständigkeit

Auf Vollständigkeit von Daten zu achten ist relativ naheliegend. Als Auditor schaust du dir bestimmt auch gerne ausgefüllte Checklisten an – und siehst sofort, wenn Formularfelder nicht vollständig ausgefüllt sind.

Egal ob unvollständige Eintragungen in Patientenakten, nicht eingetragene Messwerte oder fehlende Sensordaten, weil die Sonde nicht richtig angeschlossen ist: Verlässt du dich auf unvollständige Daten, kann das schwerwiegende Folgen haben.

Triffst du auf Basis solcher Daten Annahmen und definierst Maßnahmen, entwickelt sich die Situation in der Folge möglicherweise in die völlig falsche Richtung.

Du musst deshalb immer wieder betonen, wie wichtig vollständig eingetragene Daten sind. Wenn wir über digitale Daten sprechen könnte eine Maßnahme die Definition von Pflichtfeldern sein.

Noch ein Beispiel: Ich schaue mir wöchentlich eine Auswertung der Laborergebnisse an um zu sehen, wie sich die Qualität von Fertigprodukten über mehrere Wochen entwickelt hat. Wenn in der aktuellen Woche der Großteil der Ergebnisse noch nicht vorliegt, weil zum Beispiel mikrobiologische Untersuchungen länger dauern, würde ich zu völlig falschen Schlüssen kommen. Nur wenn ich weiß, wie vollständig die betrachteten Daten sind, kann ich eine Einschätzung treffen.

Aktualität

Selbstredend: Daten sollten möglichst aktuell sein. Doch was heißt aktuell? Die Spannweite reicht von Sekunden (z.B. bei Börsenkursen) bis hin zu Jahren (z.B. bei demografischen Daten). Der Zeitraum muss zur Aussagekraft und Volatilität (Schwankung) eines Parameters oder einer Situation passen.

Es kommt außerdem auf den Produktzyklus an. Wenn eine Woche Zeit vergeht, bis Daten vorliegen – in der Zwischenzeit aber schon tausende von Teilen hergestellt oder hunderte von Patienten behandelt werden die von den Ergebnissen betroffen sein könnten, dann könnte das ungünstig sein.

Eine generelle Frage: Werden Daten zum Monitoring erhoben oder dienen sie dazu, den Prozess zu steuern? Im letzteren Fall gilt: Je schneller desto besser.

Konsistenz

Das Gegenteil ist Inkonsistenz. Und das bedeutet, dass Datensätze sich widersprechen. Ein Beispiel für eine Inkonsistenz: Wenn dein Unternehmen Waren an Kunden schickt, dann müssen die Kundendaten wie z.B. die Adresse auf der Ware, dem Lieferschein und der Rechnung korrekt sein und zusammen passen.

Im Krankenhaus wäre es zum Beispiel fatal, wenn der Name einer Patientin in der Patientenakte nicht mit der Etikettierung der Infusionsflaschen oder der Terminplanung für eine Untersuchung übereinstimmt.

Im besten Fall ist das nur ärgerlich. Wenn Patienten ein falsches Medikament oder eine falsche Behandlung bekommen oder der Kunde sein Produkt nicht bekommt, kann das ernsthafte Konsequenzen haben.

Konformität

Stell dir bitte mal eine Maßnahmenliste in Excel vor. In diese Liste trägst du ein, wer für eine Maßnahme verantwortlich ist, welche Maßnahme umzusetzen ist und bis wann. Zum Ende des Jahres möchtest du für das Management Review eine Auswertung der umgesetzten Maßnahmen nach Namen der Verantwortlichen erstellen.

Der eine Kollege trennt Vor- und Nachnamen mit einem Komma, der andere nicht. Eine Kollegin schreibt immer erst ihren Nach- und dann ihren Vornamen in die Liste. Der Nächste kürzt den Vornamen mit dem Anfangsbuchstaben ab und so weiter.

Ein Graus für jede Analyse! Genau das ist mit Konformität gemeint. Um auswertbar zu sein, müssen die Daten in einem bestimmten Format vorliegen.

In einem solchen Fall musst du erst einmal alle Daten vereinheitlichen. Je nach Datenmenge kostet das sehr viel Zeit! Da helfen die richtigen Vorgaben an die Mitarbeiter. Und wenn Zweifel bestehen, schaut man in den letzten Daten nach, wie die genaue Eintragung dort war.

Genauigkeit

Je genauer, desto besser. Oder?

Nicht ganz.

Du solltest dich bei jedem Datensatz fragen, wie genau die darin enthaltenen Daten sein müssen und ob die Genauigkeit jeweils Sinn ergibt. MS Excel kann beispielsweise mit mehr als 15 Nachkommastellen rechnen. Diese Genauigkeit wird allerdings höchst selten wirklich gebraucht und auch nur selten angezeigt.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Genauigkeit der Erhebung. Messmittel haben eine bestimmte Genauigkeit. Und Mess- oder Untersuchungsmethoden haben eine bestimmte Messtoleranz.

Liegen Anzeigegenauigkeit eines Messmittels für irgendeinen Parameter zum Beispiel bei 0,2 und die Messunsicherheit bei 0,1 macht es keinen Sinn, von Messwerten Mittelwerte zu bilden und sie auf mehr als zwei Nachkommastellen anzuzeigen.

Werden hingegen Daten wie Versand-Adressen erfasst, ist die Genauigkeit entscheidend. Vergisst man in der Postleitzahl eine Ziffer, kommt die Ware gar nicht, woanders oder viel zu spät an.   

Einzigartigkeit

Damit ist die Vermeidung doppelter Werte gemeint. Solche doppelten Werte (oder auch Dubletten genannt) blähen Systeme unnötig auf und können auch schädlich sein.

Stell dir vor, du hast eine Reklamationsstatistik. In dieser Statistik taucht ein Kunde doppelt auf, weil er unter zwei unterschiedlichen Namen im System angelegt ist (zwei Standorte oder zwei unterschiedliche Schreibweisen).

Mögliche folgen:

  • Die Daten werden doppelt erfasst und es sind zu viele Reklamationen im System
  • Ein Teil der Reklamationen wird dem einen Kunde zugeordnet und ein anderer dem zweiten. Wird das in der Auswertung nicht berücksichtigt, hat man zu wenige Reklamationen
  • Wenn keine Reklamation eingetragen wird, dann steht im System eine 0. Bildest du nun den Mittelwert über alle Lieferanten und du hast einen doppelt, stellst du dich besser dar, als du eigentlich bist.

Richtigkeit

Tippfehler, Zahlendreher oder Verwechslungen führen dazu, dass Daten nicht mehr plausibel und dadurch falsch sind.

Manche Systeme bieten eine Plausibilitätsprüfung. In SAP kann beispielsweise hinterlegt werden, welches Format oder welche Höhe Zahlenwerte haben dürfen. So kann man zum Beispiel angeben, dass Einzelpreise für Produkte einen maximal zweistelligen Wert mit zwei Nachkommastellen haben dürfen.

Gib doch mal bei Microsoft Word bei der Schriftgröße den Wert 2.000 an. Dann wirst du belehrt, dass ein Zahlenwert zwischen 1 und 1.680 eingegeben werden muss. Clever 🙂

Datenqualität als Erfolgsfaktor

Erfolgreiche Menschen und erfolgreiche Firmen messen und vergleichen was das Zeug hält: Produkte, Prozesse, die Konkurrenz, die Leistung von Mitarbeitern und Maschinen. Ohne messen, verändern, wieder messen und wieder verändern können nur selten wirkliche Qualitätssteigerung erzielen.

Deshalb ist es wichtig, dass die Daten, die du erhebst, den oben beschriebenen 7 Kriterien entsprechen.

Eine gute Qualität von Daten hilft dir auch, Trends zu erkennen.

Was sind „Predictive Analytics“?

Ich habe diesen Begriff für mich mit „Vorhersage-Analysen“ übersetzt. Prinzipiell geht es dabei darum, auf Basis vorhandener Daten herauszufinden, wie sich eine Situation in der Zukunft entwickeln wird bzw. sich entwickeln könnte.

Die Predictive Analytics sind ein Bestandteil von „Business Intelligence“. Also der zahlenmäßigen Betrachtung eines gesamten Unternehmens.

Abhängig davon, welche Situation mit welchen Daten analysiert werden sollen, werden die verwendeten Modelle sehr schnell äußerst komplex und die notwendigen Operationen können nur von entsprechenden Algorithmen durchgeführt werden.

Wenn du zum Beispiel vorhersagen möchtest, wie schnell ein technisches Bauteil voraussichtlich kaputtgehen wird, gibt es verschiedene Möglichkeiten. Der einfachste Fall: Du beschränkst dich auf die Historie der notwendigen Reparaturen für dieses Teil oder Teile der gleichen Baureihe.

Wenn dieses Teil im Schnitt jedes Jahr einmal repariert werden muss, könnte man als Maßnahme definieren, alle 6 Monate eine vorbeugende Wartung durchzuführen, die eventuell Stillstände aufgrund von Lieferzeiten verhindert.

Etwas komplizierter wird es, wenn du die Auslastung der Anlagen mit einbeziehst. Je höher die Aus-lastung, desto höher die Be-lastung für das Bauteil. Oder umgekehrt: Eine Anlage die so gut wie nie läuft, geht eventuell schneller kaputt als eine mit moderater Laufzeit. Schließlich werden Maschinen nicht zum rumstehen gebaut!

Knifflig wird es dann, wenn du noch mehr Faktoren mit einbeziehst: Die Maschinenbediener, Reinigungszyklen, unterschiedliche Produkte oder Rohstoffe. Und dann wird es wesentlich spannender: Dann könnte die Analyse ans Tageslicht fördern, dass die vorbeugende Instandhaltung eventuell gar nicht die beste Maßnahme ist. Sondern nur Belastungsspitzen im Prozess reduziert werden müssen damit das Bauteil weniger schnell kaputtgeht.

Buchtipps zum Thema Datenqualität

Weitere Quellen zur Datenqualität

Die Website der Business Information Excellence listet in einem entsprechenden Artikel vom 29. Oktober 2017 insgesamt elf Kriterien auf. Im Artikel kannst du außerdem Beispiele für Kennzahlen (Key Performance Indicators; kurz KPI) finden.

Bei allen Daten solltest du die Realität nicht vergessen

Keine Frage: Datenanalyse kann uns weiterbringen – und sogar Spaß machen! Ich merke das regelmäßig wenn ich Trends unserer Laboranalysen auswerte oder bei der Analyse der monatlichen Blog- und Hörerstatistiken.

Allerdings darf uns dabei immer bewusst sein, dass uns Daten allein die notwendigen Entscheidungen nicht komplett abnehmen. Entscheiden und umsetzen musst du selbst.

Denn ohne Ergebnisqualität ist auch die höchste Datenqualität nichts wert.  

Ein weiterer spannender Artikel zum Thema Daten:

Die Digitalisierung im QM

QMOA048 – Fehlerkultur in Unternehmen. Interview mit Elke Schüttelkopf

Niemand macht gerne Fehler. Und trotzdem machen wir täglich viele davon. Jetzt könnte man meinen, dass wir genug Gelegenheit haben, uns in einer positiven Fehlerkultur in Unternehmen zu üben. Das Gegenteil ist oft der Fall. Die erste Reaktion vieler Chefs ist die Suche nach der, dem oder den Schuldigen statt zu schauen, wie diese unerwünschten Ereignisse in Zukunft vermieden werden können.

Warum sollten wir die Fehlerkultur in Unternehmen verbessern?

In unserem Interview führt meine Interviewpartnerin Elke Schüttelkopf drei Hauptgründe an: Mitarbeiter entwickeln mehr Kreativität, das Unternehmen hat größeren wirtschaftlichen Erfolg und die allgemeine Zufriedenheit in der Firma steigt. Im Interview geht sie sehr detailliert darauf ein, warum sich viele Firmen und Mitarbeiter mit der Entwicklung einer positiven Fehlerkultur schwer tun.

Natürlich zeigt sie auch Wege aus diesem Dilemma auf. Auf Ihrer Webseite fehlerkultur.com bietet sie viele Ressourcen (Videos, Bücher und Artikel) zum richtigen Umgang mit Fehlern an. Mit ihren Kunden arbeitet sie teilweise seit mehreren Jahrzehnten zusammen. Ich habe sie als eine sehr offene, herzliche Frau mit viel Expertise kennen gelernt. Wenn Sie in Ihrem Team oder Ihrem Unternehmen Potential zur strategischen Verbesserung der Fehlerkultur – mit allen positiven Effekten – haben, dann kann ich Ihnen wärmstens Empfehlen, mit Frau Schüttelkopf in Kontakt zu treten. Sie finden alle Kontaktmöglichkeiten auf ihrer Kontaktseite.

Weitere Ressourcen zum Thema Fehlerkultur in Unternehmen“

QMOA045 – Das Leitbild schläft im Aktenschrank. Interview mit Almut Strathe

Wer mir schon etwas länger folgt, der weiß, dass ich mit der Art und Weise, wie für gewöhnlich Qualitätsleitbilder erstellt werden, nicht einverstanden bin.

Diesem Thema habe ich deshalb einen Blogartikel und mit Nummer 29 eine eigene Podcast-Folge gewidmet.

Der Blogartikel bzw. das Suchwort „Qualitätspolitik“ wurde bei Google Anfang Oktober 2018 auf Platz 3 gelistet – trotz oder wegen des Zusatzes, dass ich die Qualitätspolitik häufig für eine Themaverfehlung halte.

Das zeigt mir, dass es vielen von Ihnen ähnlich geht.

Daher ist der Austausch mit Personen für mich besonders interessant, die auf diesem Gebiet deutlich mehr Erfahrung haben. Almut Strathe ist eine solche Person und ich freue mich sehr, dass ich Sie als Interviewpartnerin gewinnen konnte.

Frau Strathe vereinigt als Beraterin die Themen Qualitäts- und Personalentwicklung. Mit über 15 Jahren Experten-Erfahrung bietet sie unter anderem Coaching, Schulungen und Seminare an. Zu Ihren Kunden gehören beispielsweise Bildungseinrichtungen, Träger im Gesundheits- und Sozialwesen, sowie der öffentlichen Verwaltung.

Während unseres Gesprächs ist deutlich geworden, dass ich mit Frau Strathe einige Überzeugungen in Sachen Qualitätsleitbild teile. Es ist ein sehr lebhaftes und kurzweiliges Interview entstanden und ich bin mir sicher, auch Sie als Hörer spüren die Kraft und Begeisterung, die Frau Strathe ausstrahlt.

Wenn Sie mehr über Almut Strathe erfahren möchten, finden Sie hier ihre Webseite „Zukunftsimpulse.de“.

Hier geht’s zum Xing-Profil von Frau Strathe.

Wie weckt man das schlafende Leitbild?

Einige der Fragen, die wir im Interview klären: Warum schläft das Leitbild? War es jemals wach? Wie wecke ich das Leitbild zum Leben?
Während des Interviews wird klar, dass es nicht genügt, ein gutes Leitbild zu erstellen und einmal zu veröffentlichen. Frau Strathe kennt viele Unternehmen und beschreibt genau, worauf es bei der Erstellung und Veröffentlichung ankommt.

Damit Ihr Leitbild keinen Dornröschen-Schlaf schläft.

Buch-Tipp von Almut Strathe

Weiterführende Informationen

QMOA042 – Windmühlen im QM; Interview mit Sascha Andrawas

Nicht nur Don Quijote kämpfte zuweilen gegen Windmühlen. Auch im Qualitätsmanagement kämpfen wir manchmal gegen solche. Mit dem Berater Sascha Andrawas sprach ich über drei typische Wihdmühlen gegen die wir im Qualitätswesen besonders häufig kämpfen müssen:

Fehlende Ressourcen | Fehlende Erfahrung | Mangelhafte Umsetzung von Vorgaben an der Basis

In gut 70 Minuten geht es auch darum, wie wir den Kampf gegen diese Windmühlen gewinnen können. Das Interview hat mir besonders großen Spaß gemacht, denn mit Herrn Andrawas sprach ich von Brauermeister zu Molkereimeister. Praxisbezug pur. Es mag an manchen Stellen sehr branchenspezifisch zugehen, die Themen behalten im Allgemeinen aber übergreifende Gültigkeit.

Ich habe selbst die Berater-Kompetenzen von Herrn Andrawas bei einem HACCP-Audit in Anspruch genommen und bin mit dem Resultat sehr zufrieden. Sein Unternehmen „Lebensmitteltechnik-Deutschland“ bietet nicht nur klassische Beratung an sondern verfügt auch über eine Akademie und hilft mit Interims-Management auch langfristig Unternehmen bei deren Weiterentwicklung.

Die Buchempfehlungen von Sascha Andrawas

Bei diesen Buch-Empfehlungen handelt es sich um Affiliate-Links. Wenn Sie mehr darüber wissen möchten, schauen Sie bitte in die Datenschutzerklärung.

QMOA024 – NervenPower. Interview mit Dr. Sabine Paul (Teil 1)

Dr. Sabine Paul ist Molekular- und Evolutionsbiologin. Gehirn-Power mit Genuss nach dem Vorbild der Natur ist eines ihrer Leit-Mottos. Mit ihr durfte ich über Lebensmittel und Ernährungsgewohnheiten sprechen, mit denen wir stressige Situationen besser bewältigen. Sabine Paul berät Einzelpersonen und Unternehmen und hat sogar eine eigene Online-Akademie gegründet.

Mich hat besonders die Kombination von wissenschaftlich fundierten Informationen und einfacher praktischer Umsetzung begeistert. Das Interview ist relativ lang geworden und deshalb habe ich es in zwei Teile aufgeteilt – den zweiten Teil gibt’s am 29.11.2017.

Das ganze Angebot von Sabine Paul finden Sie auf ihrer Webseite unter www.nerven-power.de.

Hier finden Sie die Buchtipps von Dr. Sabine Paul

Sie wollen gleich den zweiten Teil des Interviews hören? Dann klicken Sie hier und Sie kommen direkt zur Fortsetzung.

QMOA016 – Stressbewältigung im QM. Interview mit Carola Lübbenjans

Vermutlich hat jeder von uns schon die eine oder andere Situation erlebt, in der wir uns komplett überfordert fühlen. Alles scheint schief zu laufen und wir kommen mit den Anforderungen, die andere vermeintlich an uns stellen, nicht mehr klar. Treten solche oder ähnliche Situationen sehr häufig auf, können sie uns krank machen. Zum Thema Stressbewältigung im QM habe ich ein Experten-Interview mit Carola Lübbenjans geführt.

Frau Lübbenjans ist Führungskräfte-Coach und hat es sich zum Ziel gemacht, Entscheidern zu Top-Leistungen, Souveränität und Leistungsstärke im Handeln zu verhelfen. Mit ihr sprach ich im Interview vor allem über Situationen, die uns in eine negative Stressspirale führen können – und wie wir uns daraus wieder befreien können. Es geht außerdem um den Umgang von Vorgesetzten mit eventuell betroffenen Mitarbeitern.

Zeigarnik-Effekt: (wird im Podcast erwähnt) Der Zeigarnik-Effekt ist ein psychologischer Effekt über die Erinnerung an abgeschlossene im Gegensatz zu unterbrochenen Aufgaben.

Buchtipps von Carola Lübbenjans zum Thema Stress

Mehr zu Carola Lübbenjans finden Sie auf Ihrer Webseite oder auf ihrem Blog. Insbesondere ist der Blog sehr empfehlenswert, weil Frau Lübbenjans dort sehr viele umsetzbare Tipps bietet.

Weiterführende Infos zum Thema

Wir haben im Podcast viel über die krank machenden Aspekte gesprochen. Frau Lübbenjans richtet sich allerdings in ihrer täglichen Arbeit vor allen Dingen an diejenigen, die ihre sehr gute Leistung mit ihrer Hilfe noch mehr verbessern möchten und sich in kniffligen Situationen „souverän und leistungsstark wie ein Pilot“ verhalten möchten. Aus diesem Grund hat Frau Lübbenjans einen Artikel geschrieben, in dem sie genau auf ihren Tätigkeitsschwerpunkt eingeht.

Unter dem Titel „Führen bis zum Umfallen“ hat der Führungs-Experte Dr. Bernd Geropp vor kurzer Zeit ein Interview mit dem Vertriebstrainer Martin Sänger geführt. In diesem Gespräch gehen die beiden darauf ein, wie dauerhafter Stress Martin Sänger in den Herzinfarkt getrieben hat. Sie sprechen im Detail darüber, wie sich solche extremen und dauerhaften Stresssituationen vermeiden lassen. Hier finden Sie das Interview zwischen Bernd Geropp und Martin Sänger:

QMOA006 – Interview mit Thomas Fengler zu Kommunikation mit dem Crew-Resource-Management

In Folge 6 habe ich erneut ein Interview mit einem Kommunikations-Profi geführt. Thomas Fengler gibt Kommunikations-Seminare mit Hilfe des Crew-Resource-Management (CRM).

Grund für ein direkt folgendes, zweites Interview zu einem vermeintlich identischen Thema ist eine Flut von Kommentaren aufgrund der Episode 5 (Interview mit Susanne Blake). Während einer intensiven Unterhaltung in der Xing-Gruppe „Qualitätsmanagement“ wurde mein Interesse für den Coaching-Ansatz von Herrn Fengler aufmerksam und konnte ihn für ein relativ spontanes Interview gewinnen.

Im Gespräch geht es nicht nur um Kommunikation an sich sondern auch um Dokumentation und Fehlerkultur. Das Konzept, das Herr Fengler ausführlich vorstellt, verbindet wissenschaftliche Erkenntnisse mit einem starken Praxisbezug. So gelingt es ihm mit seiner Methode, die Kommunikationskultur ganzer Unternehmen zu verbessern.

Leseempfehlungen zu Crew-Resource-Management und Kommunikation

Natürlich hat auch Herr Fengler Empfehlungen für weiterführende Lektüre mitgebracht:

QMOA005 – Interview mit Susanne Blake über klare Kommunikation

In der 5. Episode von Qualitätsmanagement ON AIR habe ich mit Susanne Blake über klare Kommunikation gesprochen.

Sie ist unter anderem Beraterin, Trainerin und Coach für Kommunikation. Unter dem Oberbegriff „Klare Kommunikation“ ist sie sehr präsent in den digitalen Medien:

Auf Facebook, LinkedIn, Xing und YouTube ist sie aktiv.

Darüber hinaus hat sie eine Online-Akademie mit dem Schwerpunkt der klaren Kommunikation ins Leben gerufen und betreibt einen eigenen Blog.

Wir sprachen über Strategien und Tipps, die weit über die herkömmlichen Kommunikationsmethoden hinausgehen. Zum Beispiel die innere Haltung, wie wichtig gute Vorbereitung vor einem Gespräch ist und warum das Verständnis für die eigene Rolle und die Rollen der anderen von entscheidender Bedeutung sind.

Buchempfehlungen von Susanne Blake

Die ersten beiden Buchtipps sind Affiliate-Links. Mehr zum Thema erfahren Sie in der Datenschutzerklärung.

Kostenloser Download zum Thema klare Kommunikation

Susanne Blake hat ein E-Book geschrieben, das Sie sich kostenlos hier herunterladen können. Es trägt den Titel „Wie Sie in 7 Schritten überzeugen“. Das sollten Sie sich nicht entgehen lassen.

Außerdem finden Sie hier weitere interessante Beiträge zum Thema „Kommunikation“.

Buchtipp: 9 Levels Of Value Systems

Bei diesem Buchtipp handelt es sich um ein Buch, das sich dem Themenfeld Entwicklung von Personen, Gruppen und Organisationen widmet. Und zwar wertebasiert. Das Buch der „9 Levels Of Value Systems“ von Rainer Krumm trägt den Untertitel:

Ein Entwicklungsmodell für die Persönlichkeitsentfaltung und die Evolution von Organisationen und Kulturen

Im Kern geht es in „9 Levels of Value Systems“ darum, Wertesysteme für Personen, Gruppen und Organisationen transparent und veränderbar zu machen – und darum, diese Veränderung sichtbar werden zu lassen. Der Autor, Rainer Krumm, forscht auf diesem Gebiet seit dem Jahr 2003 und stützt die von ihm entwickelten Theorien auf die Grundlagenarbeit von Prof. Clare W. Graves.

Was sind die 9 Levels of Value Systems?

Wertesysteme prägen die Kultur von Unternehmen und anderen Vereinigungen maßgeblich. Immer mehr Entscheider wissen um die Bedeutung einer positiven Unternehmenskultur. Aus Sicht des Autors sind Werte aus den folgenden Gründen ganz besonders von Bedeutung:

  • Werte treiben Menschen an
  • Werte geben Richtungen an
  • Werte stellen das Fundament für Be-Wertungen dar. Was ist richtig und was ist falsch?
  • Erfüllte Werte machen uns glücklich und erfolgreich
  • Unerfüllte Werte machen uns unglücklich und erfolglos

Das Buch der 9 Levels Of Value Systems beschreibt insgesamt 9 Werte-Levels, die angeordnet sind wie auf einer Wendeltreppe. Dabei ist die linke Seite der Levels „Ich-Basiert“, die rechte Hälfte eher am Wir orientiert.

Die Theorie der 9 Levels besagt, dass eine Entwicklung nur innerhalb eines Levels oder zu einem angrenzenden Level möglich ist – denn die Treppe (das Bild für die Theorie) bietet keinen Aufzug.

Jeder Level ist mit charakteristischen Werten verbunden. Die folgende Illustration zeigt die Wendeltreppe und beispielhaft einige der dort vorzufindenden Werte:
Die 9 Levels of Value Systems im Überblick

Wie bei einer echten Treppe ist es möglich, die Stufen entweder hinauf oder hinunter zu steigen. Dabei ist wichtig, dass ein Aufstieg zu einem höheren Level nicht „besser“ ist sondern anders.

Die wertvolle Erkenntnis, die ich durch dieses Buch erlangt habe, ist die Wahrnehmung der Levels und der ihnen innewohnende Werte und warum Menschen bestimmter Levels möglicherweise nicht in Organisationen konträr agierender Levels passen.

Rainer Krumm beschreibt auch mehrere Fälle, in denen sich äußere Gegebenheiten verändert haben (ein Markt also das Agieren auf einer anderen Stufe erfordert), sich eine Organisation aber noch auf ihrer alten Stufe befindet. Krisen sind oft die Folge.

Die 9 Levels Of Value Systems ermöglichen die Ermittlung der Wertesysteme aller Beteiligten und können dabei helfen, notwenige Veränderungen aufzuzeigen.

Das Buch leitet über zum Institut der 9 Levels, das vom Autor Rainer Krumm geführt wird. Das Institut bietet Beratung, Coaching und Training an. Man kann sich dort aber auch selbst zum Value-Berater qualifizieren und die Ermittlungstools des Instituts kostenpflichtig für die eigene Beratertätigkeit nutzen.

Fazit

Auch wenn man sich nicht zum 9-Level-Value-Berater ausbilden lassen möchte, ist dieses Buch eine lohnenswerte Lektüre. Man lernt, unterschiedliche Wertevorstellungen zu erkennen und mögliche Widersprüche und Herausforderungen, die mit konträren Werten einhergehen wahrzunehmen.

Dabei kann man die Wertesysteme von Personen mit denen von Gruppen (z.B. Teams) und Organisationen (z.B. Unternehmen) miteinander vergleichen und erhält so ein Gespür dafür ob die Werte in sich stimmig sind oder die Notwendigkeit der Weiterentwicklung besteht.

Ich habe aus der Lektüre des Buchs eine wichtige Erkenntnis ziehen können: Qualitätsteams sind tendenziell eher BLAU orientiert. Ich selbst habe mich eher in vielen Werten aus den Levels ORANGE und GELB wiedergefunden. Das könnte eine Erklärung dafür sein, warum es mir so wichtig ist, andere Denkweisen im Qualitätsdenken auszuprobieren und mit Ihnen zu teilen.

Wenn Sie „9 Levels of Value Systems“ von Rainer Krumm bestellen möchten, dann können Sie das über diesen Link auf Amazon tun.

Das Buch ist in jedem Fall geschicktes Marketing für das Institut der 9 Levels und deren Beratungs- und Schulungsangebote.

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QMOA004 – Interview mit Dr. Michael Hartschen zu Einfachheit

Dr. Michael Hartschen widmet sein berufliches Leben der Einfachheit und dem Innovationsmanagement – und das seit rund 20 Jahren! Er ist Berater, Trainer, Coach, Redner und Autor. Im März 2017 erschien sein Buch „Simplicity – Starke Strategien für einfache Produkte, Prozesse und Dienstleistungen“ bereits in der fünften Auflage.

Weitere Leistungen finden Sie unter simplicity-akademie.com und simplicit-speaker.ch

Mit Herrn Dr. Hartschen habe ich über Einfachheit gesprochen. Er gibt praktische Tipps für die Herangehensweise an das Thema Einfachheit, unterstrich, wie wichtig ein 360°-Blickwinkel auf alle Facetten für die Erreichung von Einfachheit ist und nennt auch typische Fehler, die Sie nicht begehen sollten, wenn Sie ein Projekt zur Vereinfachung starten möchten.

Buchempfehlungen von Dr. Michael Hartschen

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