„Quality connecting Europe“ – Zusammenfassung zum EM-Special auf dem Blog von Q-Enthusiast

„Quality connecting Europe“ – Zusammenfassung zum EM-Special auf dem Blog von Q-Enthusiast

Quality connecting Eurpe – Während der Fußball-EM 2016 in Frankreich habe ich auf dem Blog insgesamt zwölf Qualitätsmanager aus ganz Europa vorgestellt.

Die zwölf Teilnehmer dieser Aktion haben sich dabei nicht nur persönlich vorgestellt und über ihre Unternehmen gesprochen. Ich habe sie außerdem gefragt, was „Qualität für sie bedeutet. Besonders interessant sind ihre Erfolgs-Tipps. Beides habe ich für Sie zusammengefasst.

Was bedeutet Qualität für Sie?

Wenn wir fragen, „Was bedeutet Qualität für Sie“, definiert den Begriff jeder ein bisschen anders. Insofern unterstreicht Gabriela S. aus Österreich die Notwendigkeit zu verstehen, was die Kunden unter Qualität verstehen könnten und entsprechend zu handeln.

Für Stefan Dano aus Albanien verbindet Qualität mit Dingen, die uns die Natur gibt und mit denen wir viele der zukünftigen Herausforderungen meistern können. Aus seiner Sicht ist Qualität für viele neu entstehende Unternehmen der Schlüssel zum Wachstum.

Alberto Beni aus Italien fokussiert sich in seiner Auslegung von Qualität auf die Erfüllung der Anforderungen an Produkte und Prozesse. Dabei ist aus seiner Sicht der gesamte Lebenszyklus des Produkts zu berücksichtigen.

Qualität als eine innere Haltung (Neudeutsch: Mindset) sieht Bart Bosch aus Belgien. Er findet, dass sie weit mehr ist als die Erfüllung von Produktanforderungen. Diese Einstellung muss für ihn tief in allen Abteilungen von Unternehmen verwurzelt sein. In einer idealen Welt bräuchte es so gar keine expliziten Qualitäts-Abteilungen mehr.

Dem widerspricht Miroslav Mošať aus der Slowakei indirekt. Die Zielsetzung guter Qualität ist für ihn, den Kundenanforderungen stets sogar einen Schritt voraus zu sein. Die Realität in vielen Unternehmen sieht wahrlich anders aus.

Einen anderen Ansatz wählt der Kroate Zoran Lukic. Um zu wissen, was genau Qualität bedeutet, muss bekannt sein, was genau schlechte Qualität für ein Produkt oder eine Dienstleistung bedeutet. Man muss sich also fragen, was der Verbraucher als schlechte Qualität empfinden würde und das gezielt bis zur Perfektion verbessern.

Zoran ist außerdem der Ansicht, dass man schlechte Qualität langfristig nicht verstecken kann. Kurzfristig vielleicht aber irgendwann wird sie offenbar und das kann schwere Folgen mit sich bringen. Ich persönlich denke, dass der Aufwand des Versteckens mitunter größer ist als die frühzeitige Verbesserung von Schwachstellen.

Der Rumäne Stefan Funieru bezieht den Qualitätsbegriff nicht rein auf das Endergebnis in Form von Prozessen oder Produkten. Seiner Ansicht nach soll Qualität dazu dienen, anderen Abteilungen durch entsprechende Methoden das Streben nach Exzellenz zu ermöglichen.

Abseits davon was Qualität bedeutet, unterstreicht der Portugiese João Martins, dass Qualität überall ist: in Produkten, der Luft die wir atmen und nicht zuletzt unserer Lebenszeit.

Einen guten Schlusspunkt setzt Mateusz Hawryszczyszyn aus Polen. Für ihn ist Qualität das Streben nach Perfektion.

Die Erfolgs-Tipps für Q-Enthusiasten

Wenn Sie die folgenden Tipps der Teilnehmer lesen denken Sie vielleicht: Ja klar, auf die Ideen bin ich vorher auch schon gekommen.

Ich glaube aber der Unterschied ist, dass erfolgreiche Personen diese Tipps so sehr verinnerlicht haben, dass sie intuitiv bei allem was sie tun nach ihnen handeln.

Lernen

  • Lerne von der Natur
  • Beobachte Trends
  • Lerne von Erfahrungen anderer (Menschen, Firmen, Branchen)
  • Vernetze dich mit Gleichgesinnten
  • Sei neugierig

Umgang mit Änderungen

  • Gestalte Änderungsprozesse aktiv
  • Änderungen nicht die Qualität beeinträchtigen lassen
  • Probleme in Lösungen umwandeln

Soft Skills

Die Projektteilnehmer haben außerdem noch erfolgsentscheidende Soft Skills genannt, die ich in folgender Infografik aufbereitet habe:

Fazit

Mir haben die vielen Fragebögen gezeigt, dass das Verständnis von Qualität auch über Ländergrenzen hinaus nicht sehr unterschiedlich ist.

Auch über die einzelnen Branchen hinweg aus denen die Teilnehmer kommen zeigen an vielen Stellen Überschneidungen.
Ich finde, dass von der Möglichkeit des übergreifenden Austauschs noch viel zu wenig Gebrauch gemacht wird. Wir können viel von anderen Personen lernen und müssen nicht alle Fehler selbst machen.

Durch dieses EM-Special haben sich für mich interessante Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit anderen europäischen Menschen ergeben. Ich empfehle, trauen Sie sich, mit anderen Menschen Ihres Faches in Kontakt zu treten!

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